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5 Tipps für brillante Nachtaufnahmen

Werden Sie zum Fotoprofi

von: mediamag.at-Redaktion

Skylines, Gebäude oder Straßenzüge: Sie entscheiden, welches Motiv Sie einfangen wollen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Aufnahme eines Feuerwerks? Wichtig ist: ohne Licht kein Foto! Das ist eine der wichtigsten Grundlagen für schöne Langzeitaufnahmen. Mit den folgenden Tipps sind Sie gut gerüstet für den nächsten nächtlichen Foto-Trip.

1. Stabiler Untergrund

Am besten werden die Aufnahmen, wenn die Kamera auf einem soliden und sauberen Untergrund steht. Ein Stativ wäre hier dienlich, falls Sie keines zur Hand haben, können Sie eine Parkbank, eine Treppe oder einen Mauervorsprung verwenden. Wichtig ist, dass die Kamera stabil aufliegt. Um zu verhindern, dass sich das Objektiv nach unten neigt, würde sich ein kleines Kissen oder ein gefalteter Schal eignen, den Sie unter die Spiegelreflexkamera legen. Sie können aber auch ein biegsames Stativ verwenden, das ist leicht und nimmt wenig Platz in der Tasche weg.

Rücklichter fahrender Autos oder Straßenbahnen werden zu verschwommenen Linien.
Rücklichter fahrender Autos oder Straßenbahnen werden zu verschwommenen Linien. Foto: Gehringj/iStock

2. Langzeitbelichtung

Nachts, wenn es dunkel ist, strahlen Straßenbeleuchtungen, Autos oder Reklameschilder viel Licht aus. Um dieses Kunstlicht einzufangen, benötigt die Kamera mehr Zeit, deshalb gibt es die Langzeitbelichtung. Damit Sie die Nachtstimmung gut ablichten können, sollte die Kamera nicht bewegt werden. Stellen Sie den Selbstauslöser-Modus ein, so wird eine Erschütterung beim Abdrücken verhindert. 

3. Kameraeinstellungen

Von Vorteil ist es, wenn die Kamera im Manuell-Modus eingestellt ist. Empfehlenswert ist, die ISO (Lichtempfindlichkeit) immer auf ISO 100 beizubehalten. Bei höheren Werten tritt ein starkes Bildrauschen auf. Versuchen Sie, bei Blende f11 bis f13 zu starten. Die Belichtungszeit wählen Sie entsprechend der Verschlusszeitskala auf dem Display oder im Viewfinder der Kamera, diese sollte sich in der Mitte bei „0“ einpendeln.  Das Ergebnis kann bei einen Wert von 2″ und 30″ (“=Sek.) liegen, je nachdem, wie hell oder dunkel es ist.

4. Volle Ladung Akku

In der Regel, werden mehre Langzeitbelichtungen hintereinander getätigt, das frisst viel Akku. Daher ist es ratsam, einen Reserve-Akku mitzunehmen, oder Sie starten mit einem vollständig geladenen Batteriepack los.

5. Tricks und Tipps

  • Wenn Sie einen Fernauslöser verwenden, können Sie auf die Selbstauslöser-Einstellung verzichten. Um selber zu bestimmen, wann der richtige Moment zum Abdrücken ist.

  • Verwenden Sie ein Stativ, sollten Sie den Bildstabilisator Ihres Objektivs ausschalten, dies kann zu einer unnötigen Unschärfe führen. Danach das Einschalten nicht vergessen.

  • Wählen Sie die Aufnahmeart „Q“ für „Quiet“, also leise. Durch diese Einstellung wird der Spiegel der Spiegelreflexkamera in einen Flüstermodus gekippt. Das verhindert kameraeigene Erschütterungen beim Auslösen.

Motivideen für Langzeitbelichtungen