von: mediamag.at-Redaktion

Basics für Fotografen: Blende, Blitz und Belichtung

Wer die drei „Bs“ beachtet, macht bessere Fotos

Jeder Hobbyfotograf erreicht irgendwann einen Punkt, an dem der Automatik-Modus einfach nicht mehr ausreicht. Um jedoch das volle Potenzial einer Systemkamera zu nutzen, ist es notwendig, die wichtigsten Grundlagen der Fotografie zu verstehen: Blende, Blitz und Belichtungszeit.

Basics für Fotografen: Blende, Blitz und Belichtung
Foto: arda savaşcıoğulları/iTunes

Beim Fotografieren dreht sich praktisch alles ums Thema Licht. Kein Wunder also, dass auch die wichtigsten Einstellungen an der Kamera damit zu tun haben. Sieht man einmal von der Empfindlichkeit des Kamerasensors ab – der sogenannten ISO-Zahl – sind die wichtigsten Parameter für ein gutes Foto leicht zu merken: Sie beginnen alle mit einem „B“.

Blende

Die Blende definiert die Lichtmenge, die durch das jeweilige Objektiv der Kamera auf den Sensor fällt. Angegeben wird der Wert mit einem Zahlenwert: Bei einer Blende von 1:1 würde beispielsweise das gesamte Licht ungehindert eindringen. Je höher die Blendenzahl, desto weniger Licht erreicht den Sensor – man benötigt also mehr Licht zum Fotografieren. Die Blende beeinflusst auch die „Tiefenschärfe“ bzw. „Schärfentiefe“ eines Bildes: also die Größe jenes Bereichs, der scharf abgebildet wird. Je höher die Blendenzahl, desto größer ist die Schärfentiefe (und desto mehr Licht wird benötigt). Je kleiner die Blendenzahl, desto kleiner ist die Schärfentiefe (und desto weniger Licht ist nötig).

Die Blende definiert die Lichtmenge, die durch das jeweilige Objektiv der Kamera auf den Sensor fällt.
Foto: oleshkonti/iStock

Belichtungszeit

Neben der Blende spielt die Belichtungszeit in der Fotografie eine wesentliche Rolle. Je kürzer die Belichtungszeit (auch Verschlusszeit genannt), desto weniger Licht fällt auf den Sensor und desto dunkler wird das Bild. Mit einer kurzen Verschlusszeit können Bewegungen gut „eingefroren“, also buchstäblich am Bild festgehalten werden. Mit einer langen Verschlusszeit kann man die dadurch entstehende Bewegungsunschärfe als Stilmittel verwenden, um bewusst Dynamik ins Bild zu bringen. Oder man nutzt die lange Belichtungszeit, um das fehlende Licht auszugleichen. Dann jedoch benötigt man ein Stativ, weil das Foto ansonsten allzu leicht verwackelt.

Je kürzer die Belichtungszeit (auch Verschlusszeit genannt), desto weniger Licht fällt auf den Sensor und desto dunkler wird das Bild.
Foto: scyther5/iStock

Blitz

In Zeiten, in denen die mit Abstand meisten Fotos mit Mobiltelefonen aufgenommen werden, hat die Bedeutung des Blitzes als Gestaltungshilfe massiv abgenommen. Dabei besteht nur ein Aufgabenbereich des Blitzes darin, ein zu dunkles Foto aufzuhellen. Darüber kann die künstliche Lichtquelle dazu verwendet werden, die Schwächen eines Bildes zu kaschieren, ohne das Motiv im sprichwörtlichen Sinn zu blenden. Im optimalen Fall hat man die Möglichkeit, die Stärke und Ausrichtung der Blitzanlage zu definieren – entweder durch Einstellen der Blitzstärke, oder durch indirektes Blitzen, beispielsweise über die Decke eines Raumes oder einen Reflektor. In beiden Fällen geht es darum, ein ideales Verhältnis zwischen künstlichem und natürlichem Licht zu finden. 

Dabei besteht nur ein Aufgabenbereich des Blitzes darin, ein zu  dunkles Foto aufzuhellen.
Foto: Bratila Andrei/iStock