von: mediamag.at-Redaktion

Das muss man über DVB-T2 wissen

Alle Fakten zum neuen Antennen-TV

Um exakt 10.00 Uhr am 27. Oktober ist es soweit: Dann wird in Wien, Niederösterreich und im Burgenland der bisherige Standard für Antennen-Fernsehen, DVB-T, abgeschaltet. Wer danach noch via Haus- oder Zimmerantenne Fernsehen möchte, benötigt entweder ein neues, DVB-T2-fähiges Fernsehgerät oder eine simpliTV-Box.

Das muss man über DVB-T2 wissen
Foto: Gustaf Brundin/iStock

Am 27. Oktober wird der bis dato gültige DVB-T-Standard durch die neue DVB-T2-Norm ersetzt. An der Auswahl der empfangbaren Programme ändert sich wenig − wie schon bisher bekommt man auch weiterhin bis zu zwölf heimische TV-Sender kostenlos. Der größte Unterschied: DVB-T2 ermöglicht hochauflösenden TV-Empfang via Antenne.

Empfang weiter kostenlos
Foto: Len_Fernandes/iStock

SimpliTV

Der Nachteil an diesem technischen Upgrade: Die bis dato für den Empfang von Antennen-TV eingesetzten Decoder werden durch die Umstellung mit einem Schlag nutzlos. Wer weiter auf eine Antenne als Empfangshilfe setzen möchte oder keinen Zugang zu Satelliten- oder Kabel-TV hat, der wird sich wohl ein Zusatzgerät von SimpliTV kaufen müssen. Oder aber man besitzt ein modernes Full-HD-Fernsehgerät: Seit Mitte des Jahres 2015 verfügen so gut wie alle neuen Fernseher serienmäßig über einen integrierten DVB-T2 HD-Tuner.

Empfang weiter kostenlos

Nach dem Kauf der SimpliTV-Box muss man sein TV-Gerät registrieren das ist jedoch ebenso kostenlos wie der Empfang der zwölf österreichischen Sender. Wer eine größere Auswahl möchte, der kann um zehn Euro pro Monat ein Abo abschließen, das 31 weitere, hauptsächlich deutsche Sender freischaltet.

SimplyTV
Foto: ORS

Frequenzen für mobiles Internet

Übrigens: Dass der digitale TV-Standard DVB-T nun zuallererst in Wien, Niederösterreich und im Burgenland abgeschaltet wird, liegt an einer Entscheidung der zuständigen Regulierungsbehörde RTR. Diese reagiert damit auf einen europaweit koordinierten Prozess, der neue Frequenzbereiche für den Ausbau des mobilen Internets freimachen soll. In den restlichen Bundesländern wurde das DVB-T2-Signal bereits in Betrieb genommen und DVB-T außer Dienst gestellt. Lediglich die beiden Hauptprogramme ORF 1 und ORF 2 sind noch bis Anfang 2017 über den alten Standard empfangbar.