von: mediamag.at-Redaktion

Die kleine Speicherkarten-Fibel

SD-Card, Compact Flash & Co. im Vergleich

Sie sind klein, robust und bieten Platz für jede Menge Daten. Speicherkarten sind drauf und dran, den optischen Speichermedien endgültig den Rang abzulaufen. So behält man bei der Vielzahl an Formaten und Größen den Überblick.

Die kleine Speicherkarten-Fibel
Foto: GetUpStudio/iStock

Ob Spielkonsolen, Digitalkameras, Handy, Videokamera oder MP3-Player – kaum ein elektronisches Gerät kommt heute noch ohne die kleinen Speicher-Wunderwerke aus. Kein Wunder – moderne Speicherkarten bieten schließlich viele Talente: Sie sind leicht, gehen kaum kaputt und bieten je nach Format Platz für mehrere Gigabyte an Daten. Doch nicht jede Karte passt in jedes Gerät. Die wichtigsten Karten-Formate im Detail.

CompactFlash Karte

CompactFlash Karte
Foto: SanDisk

Sie ist quasi die Mutter aller Speicherkarten: die Compact Flash, kurz CF. Offiziell wurde die CompactFlash bereits 1994 vorgestellt, seit der Jahrtausendwende fand sie vermehrt in Kameras und Computern Verwendung. Da die Karte mit internen Kontrollern arbeitet, sind keine äußeren Kontakte zur Datenübertragung notwendig. Ihr Metallgehäuse macht sie unempfindlich gegenüber äußeren Einflüssen. Mit einer Kapazität von bis zu 256 GB war sie bis Mitte der 2000er-Jahre das meistgenutzte Karten-Format.

Multimedia Card (MMC)

Multimedia Card (MMC)
Foto: SanDisk

Als eine der ersten Karten mit Flash-Speicherung wurde die MMC 1997 von einem Siemens-Tochterunternehmen gemeinsam mit SanDisk entwickelt. Ihre Speicherkapazität beträgt zwischen 2 MB und 8 GB. Mit einer Datenübertragungsrate von 2,5 MB/s findet sie vor allem in MP3-Playern, Handys und Digitalkameras Verwendung. Als Vorgängerin der SD Card verfügt sie nicht über deren Sicherheitsfeatures, ist jedoch sehr leicht und relativ günstig.

SD Card (Secure Digital Card)

SD Card (Secure Digital Card)
Foto: SanDisk

Die SD Card ist eine Weiterentwicklung der Multimedia Card, die im Jahr 2001 von SanDisk entwickelt wurde. Wie der Name bereits verrät besitzt jede SD-Karte einen Schalter zum manuellen Schützen der Daten. Zudem lassen sich die Daten auf der Karte administrieren, was einen effektiven Schutz vor Datenraub bietet. Die Lesegeschwindigkeit beträgt bis zu 300 MB pro Sekunde, die Speicherkapazität beträgt bei der dritten Karten-Generation (SDXC) bis zu zwei Terabyte.

mini- und microSD-Karte

Mini- und Micro SD Karte
Foto: Kingston

Die sogenannten mini- und microSD-Karten sind kleinere Formate von SD-Karten, die mittels Adapter auch in SD-kompatiblen Geräten verwendet werden können. Dank ihrer kompakten Ausmaße – sie ist mit 20 mm × 21,5 mm × 1,4 mm etwa halb so groß wie die SD-Card – fand man sie bevorzugt in kleineren Geräten wie Handys oder Digitalkameras. Rund um das Jahr 2009 wurde die miniSD Karte fast vollständig von der microSD Karte verdrängt. Auf der Größe eines Fingernagels bieten microSD Karten eine Speicherkapazität von bis zu 200 GB.