von: mediamag.at-Redaktion

E-Bikes: So lauten die gesetzlichen Regelungen

Das müssen E-Biker im Alltag beachten

Was genau ist ein E-Bike und gelten dafür dieselben Vorschriften wie für „normale“ Fahrräder?

Was genau ist ein E-Bike und gelten dafür die selben Vorschriften wie für „normale“ Fahrräder?
Foto: microgen/iStock

Das E-Bike wird in Österreich zu einem immer beliebteren Verkehrsmittel. Parallel dazu tauchen Fragen auf, welche rechtlichen Bestimmungen für die Pedelecs (umgangssprachlich als E-Bikes bezeichnet) gelten. Hier eine Übersicht.

E-Bikes gleichrangig mit Fahrrädern

Fahrräder mit Tretunterstützung (sogenannte Pedelecs) und elektrisch angetriebene Fahrräder ohne Tretunterstützung (E-Bikes) werden in der StVO (Straßenverkehrsordnung) in fast allen Belangen „normalen“ Fahrrädern gleichgestellt.

Für E-Bikes unter 600 Watt gelten die gleichen Regeln wie für „normale“ Fahrräder.
Foto: amriphoto/iStock

Vorschriften laut Fahrradverordnung

Die Fahrradverordnung sieht (analog zum Fahrrad) für E-Bikes und Pedelecs zwei unabhängige Bremsen, Rückstrahler vorne, hinten und seitlich sowie an den Pedalen und eine Glocke oder Hupe vor. Auch Scheinwerfer (vorne) und Rücklichter müssen bei schlechter Sicht oder Dunkelheit am Rad angebracht und eingeschaltet sein.

Für E-Bikes unter 600 Watt gelten die gleichen Regeln wie für „normale“ Fahrräder.
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Technische Eckpunkte

Fährt das E-Bike oder Pedelec nicht schneller als 25 km/h und übersteigt die Motorleistung 600 Watt nicht, ist keine Ausweis- oder Helmpflicht gegeben. Sind die Werte höher, wird das E-Fahrzeug als Moped eingestuft, wodurch eine Haftpflichtversicherung, ein Führerschein und Helm verpflichtend werden.

Weitere Regeln

Für das Fahren mit dem E-Bike gilt ebenso wie beim Radfahren die 0,8-Promillegrenze. Ist ein Radweg vorhanden, ist dieser mit dem E-Bike zu benutzen. Das Fahren auf dem Gehsteig ist verboten.

Für E-Bikes unter 600 Watt gelten die gleichen Regeln wie für „normale“ Fahrräder.
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StVO-Novelle 2019

Laut der 30. Novelle der Straßenverkehrsordnung gelten seit 1. April 2019 neue Regeln, die auch für E-Bike-Fahrer gelten.

  • Wenn Radfahrer nach Ende des Fahrradstreifens auf die angrenzende Fahrbahn wechseln, gilt das Reißverschluss-System: Der Autofahrer muss den Radfahrer einordnen lassen.
     
  • Zudem haben geradeaus fahrende Radbenutzer jetzt Vorrang gegenüber rechts abbiegenden Autolenkern, wenn sie parallel zum Fließverkehr unterwegs sind.
     
  • Zebrastreifen sind ab sofort tabu für Drahtesel: Radlenker müssen in Zukunft absteigen und den Drahtesel über den Schutzweg schieben. Die Überfahrt ist einzig innerhalb speziell gekennzeichneter Markierungen erlaubt.