Ratgeber / Digital

Rettung für ein nasses Handy

Erste Hilfe für das Smartphone

Es ist der Albtraum aller Smartphone-Besitzer: Das Handy fällt ins Wasser. Wir zeigen, was man in so einer Situation tun kann und wie eine Hauskatze dabei hilft.

Der digitale Horror für Handy-Besitzer beginnt, wenn man beim Einschalten der Waschmaschine draufkommt, dass das Smartphone noch im Hosensack steckt. Dann heißt es schnell reagieren. Gazelle, ein US-Unternehmen aus Boston, hat scheinbar die ultimative Lösung für verunfallte Handys gefunden.

Erste Hilfe

Als Allererstes muss das Gerät ins Trockene, denn je länger das Wasser eindringen kann, desto größer auch der Schaden. Dann sollte man versuchen, die Flüssigkeit schnellstmöglich aus dem ausgeschalteten Gerät ablaufen zu lassen.

Sollte das Handy in Salzwasser oder in Schmutzwasser gefallen sein, wird man nicht umhinkommen, das Gerät auszuwaschen. microSD- und Sim-Karte sollten auf jeden Fall raus aus dem nassen Handy. Wenn möglich, sollte auch der Akku herausgenommen werden.

Ein nasses Handy ist nicht immer das Ende.
Foto: iStock/MartenBG

Dann sollte das Telefon geöffnet werden, soweit dies möglich und erlaubt ist, um so die Trocknung zu beschleunigen. Dabei helfen ein Föhn, der allerdings nur Luft und keine Hitze zuführen soll, und Wärme, wobei nicht mehr als 40 Grad einwirken sollten. Auch ein Staubsauger kann dabei helfen, die Wassertropfen aus dem Inneren des Smartphones heraus zu bekommen. Allerdings nicht auf voller Stufe – sonst hat man die Elektronik im Staubbeutel. Und es gibt noch ein paar Substanzen, die helfen können, das Telefon trocken zu legen.

Hauskatzen retten Smartphones

Als Mittel der Wahl hat sich Katzensand herauskristallisiert. Er hat die Eigenschaft, Feuchtigkeit regelrecht einzusaugen und aus dem Gerät zu ziehen. Jedoch sollte man im besten Fall möglichst Sand verwenden, der nicht zu viel Staub entwickelt, weil dieser in feine Ritzen dringen kann und so erst recht Probleme verursacht.

Die Katze im Haus erspart vielleicht die Reparatur.
Foto: iStock/looseleaf2006

Die Hauskatze wird es verschmerzen und das Handy kann so vielleicht noch gerettet werden.

Lebensmittel als Retter

Aber auch in Haushalten ohne Katze finden sich Möglichkeiten, das Telefon zu trocknen. Beispielsweise kann Couscous verwendet werden. Diese Kügelchen, die aus zerriebenem Grieß bestehen, nehmen ebenfalls viel Feuchtigkeit auf. Haferflocken ergeben nicht nur ein köstliches Müsli, sie ziehen auch die Nässe aus Smartphones. Trockener Reis kann auch verwendet werden, zieht aber nicht so gut Feuchtigkeit an.

Auch Haferflocken können Handys retten.
Foto: iStock/matka_Wariatka

Wer sich die kleinen Mikrogranulat-Beutel aufhebt, die oft Schuhen oder Hardware beigelegt sind, kann auch diese verwenden. Sie nehmen auch Feuchtigkeit auf. In jedem Fall wird das Handy mit der jeweiligen Substanz in einen Beutel oder ein gut schließendes Gefäß gesteckt, mit dem jeweiligen Material bedeckt und so liegen gelassen. 72 Stunden reichen in der Regel für eine Trocknung.

Nach dem Trocknen sollte man dem Smartphone ein paar Tage Pause gönnen, damit auch im tiefsten Inneren alle Feuchtigkeit verdunsten kann. Erst dann kann man versuchen, das Handy wieder einzuschalten. Eine Garantie, dass es dann wieder läuft, gibt es allerdings nicht.