von: mediamag.at-Redaktion

Fit durch Gärtnern

Der Garten als Wellnessoase und Fitnesscenter

Regelmäßige Gartenarbeit bringt nicht nur Ihr grünes Wohnzimmer in Form, sondern auch den Körper. Beim grünen Workout im Garten kommt außerdem die Seele in Schwung.

Gartenarbeit ist gut für Körper und Seele.
Foto: Wavebreakmedia/iStock

Egal, ob Sie Unkraut jäten, Hecken schneiden oder den Rasenmäher übers Gras schieben: Sie bewegen sich – und Bewegung an der frischen Luft tut gut. Gärtnern macht fit und ist eine gesunde Alternative zu eintönigen Übungen im Fitness-Studio. Bei regelmäßiger Gartenarbeit ist ein ähnlicher Effekt wie beim Kraftausdauertraining zu erwarten, denn Kraftniveau, Ausdauer und Leistungsfähigkeit werden spürbar gesteigert.

Sonne auf der Haut

Die Sonnenstrahlen fördern außerdem die Produktion von Vitamin D in der Haut. Das hat wiederum einen positiven Effekt auf Knochen und Muskelfunktionen sowie auf das gesamte Immunsystem. Besonders stark wird übrigens der Rücken gefordert. Auch Hand-, Ellenbogen- und Kniegelenke müssen bei der Gartenarbeit einiges aushalten. Beginnen Sie daher mit ein paar Aufwärmübungen. Das können Sie mit einem ersten Rundgang verbinden, bei dem Sie planen, was Sie bei dieser „Runde“ im Garten erledigen möchten. Danach fangen Sie nicht mit der schwersten Aufgabe an, sondern steigern Sie Ihr grünes Workout sukzessive.

Grünes Workout für die ganze Familie.
Foto: RyanJLane/iStock

Seelenarbeit

Gartenarbeit tut auch der Seele gut. Ein altes, chinesisches Sprichwort lautet: „Willst du eine Stunde glücklich sein, dann betrinke dich. Willst du ein Jahr glücklich sein, dann heirate. Willst du ein Leben lang glücklich sein, dann lege dir einen Garten zu.“ Schon vor mehr als 300 Jahren stellten Forscher fest, dass die Arbeit im Garten eine heilsame Wirkung hat. Hier ist der Mensch in der Natur, hier kann er sein Umfeld selbst gestalten und zur Ruhe kommen. Vor allem durch die Arbeit mit Blumen werden Glückshormone im Gehirn ausgeschüttet. Gestresste und überarbeitete Menschen bauen durch die Arbeit mit Pflanzen Verspannungen ab – und werden dadurch wieder stressresistenter. 35 Prozent der Österreicher finden laut Statistik Austria, dass ein Garten Ruhe und Gelassenheit schenkt und nützen den persönlichen Wellnessbereich vor der Haustüre täglich – ob zum Arbeiten oder zum Entspannen.

Erfolg, den man sieht

Nach getaner Arbeit kommt außerdem das enorme Erfolgserlebnis, wenn man reife Tomaten erntet oder Himbeeren pflückt. Nebenbei fördert die Farbe Grün die Regeneration und lässt uns Kräfte sammeln. Denn begrünte Szenerien und Naturkontakte, das hat die vor allem in den USA betriebene naturpsychologische Forschung vielfach bestätigt, reduzieren Stress, senken Aggressionen und fördern die Erholung. Kein Wunder also, dass Gartenarbeit auch als medizinische Therapie eingesetzt wird, um sowohl das psychische als auch das physische Wohlbefinden (messbar) zu steigern.