von: mediamag.at-Redaktion

Foto-Grundlagen: Der Goldene Schnitt

Die wichtigste Grundregel der Bildgestaltung.

Gute Nachricht für Hobby-Fotografen: Es gibt tatsächlich ein Patentrezept für gute Fotos. Die „Drittel-Regel“ − auch „Goldener Schnitt“ genannt − ist ein ästhetisches Idealmaß, das nicht nur für die Fotografie gilt, sondern auch für Architektur, Kunst, Mathematik und sogar körperliche Proportionen.

Foto-Grundlagen: Der Goldene Schnitt
Foto: sergio_kumer/iStock

Der „Goldene Schnitt“ ist viel mehr als nur eine der wichtigsten Gestaltungsgrundlagen der Fotografie. Die Regel wird unter Wissenschaftlern sogar gern als Beweis gesehen, dass Schönheit mathematisch berechenbar ist. Bereits seit der Antike ist bekannt, dass jeder Mensch ein Verhältnis von drei zu fünf als besonders harmonisch und natürlich empfindet.

Die wichtigste Grundregel der Bildgestaltung.
Foto: Sergey_Nivens/iStock

Bildkomposition leichtgemacht

Auf die Fotografie übertragen heißt das, dass Fotos als besonders harmonisch und ausgewogen wahrgenommen werden, wenn die Relation von Bildformat und Positionierung des Hauptmotivs stimmt. Konkret geht es darum, die Person oder das Objekt nicht direkt ins Zentrum zur rücken, sondern eher leicht links oder rechts der Bildmitte. Wer es nicht glaubt, findet zahlreiche weltberühmte Beispiele: Sogar das berühmteste Gemälde der Welt, Leonardo da Vincis „Mona Lisa“ hält sich an die Grundregel des „Goldenen Schnitts“.

Praktisch: die „Drittel Regel“
Foto: Moondigger/Wikimedia

Praktisch: die „Drittel Regel“

Die mathematische Formel dahinter lässt sich folgendermaßen auf die Fotografie umlegen: Teilt man ein Foto mit einer gedachten, senkrechten Linie in einen kleineren und einen größeren Teil, so sollte sich der kleinere Teil zum größeren so verhalten wie der größere zur Gesamtbreite des Bildes. Noch leichter ist es, das Bild durch je zwei senkrechte und zwei waagrechte Linien in neun Rechtecke zu teilen. Um beim Beobachter positiv wahrgenommen zu werden, sollte das Hauptmotiv des Fotos möglichst an den Schnittpunkten der Linien positioniert sein.