von: mediamag.at-Redaktion

Basics für DSLR-Fotografie

Displayanzeigen kurz erklärt

Beim Fotografieren mit einer Spiegelreflexkamera können Aufnahmeparameter und -Einstellungen am rückwärtigen Display angezeigt werden (etwa über den Info-Button). Was die einzelnen Angaben bedeuten, lesen Sie hier (am Beispiel des Displays der Canon EOS 5D Mark II).

Viele Symbole der Spiegelreflexkamera sind leicht zu erklären.
Foto: Akinmahan/iStock
DSLR-Kameras bieten viel fotografischen Spielraum im M-Modus.
Foto: Content Creation GmbH

1. Aufnahmemodus: Hier sehen Sie, welcher Aufnahmemodus eingestellt ist. „M“ steht beispielsweise für „Manuell“, in diesem Modus können alle Aufnahmeparameter manuell definiert werden.

2. Belichtungszeit: Dieser Wert gibt an, wie lange die Belichtungszeit (Verschlusszeit) ist. Die Belichtungszeit definiert, wie lange Licht auf den Aufnahmesensor fällt. „1/100“ bedeutet, dass für eine Hun­derts­tel­se­kun­de
Licht auf den Sensor durchgelassen wird.

3. Blende: Dieser Wert zeigt an, welche Blende aktuell verwendet wird. Die Blende definiert die Menge an Licht, die durch das Objektiv auf den Sensor durchgelassen wird: Bei einer höheren Blendenzahl gelangt weniger Licht zum Sensor. Die Blende beeinflusst auch die Schärfentiefe der Aufnahme (also welche Bereiche scharf und welche unscharf abgebildet werden).

4. ISO-Wert: Dieser Wert definiert, wie empfindlich der Sensor der Kamera auf Licht reagiert. Ein höherer ISO-Werte legt fest, dass der Sensor lichtempfindlicher reagiert und mehr Licht aufnimmt (dabei nimmt allerdings das Bildrauschen zu, was zu Verlusten von Bilddetails führen kann).

DSLR-Kameras bieten viel fotografischen Spielraum im M-Modus.
Foto: Content Creation GmbH

5. Lichtwaage: Die Lichtwage bietet eine Hilfestellung zur Beurteilung der Belichtung. Bei einem Minus-Wert ist das Bild laut kamerainterner Berechnung unterbelichtet, bei Plus entsprechend überbelichtet. Bei einem Wert von „-3“ würde die Aufnahme relativ dunkel werden. Über das Anpassen der Aufnahmeparameter wie der Blende, der Verschlusszeit, der Film-Empfindlichkeit oder der Belichtung verändert sich die Messung der Lichtwaage.

6. Blitzbelichtungskorrektur: Dieser Wert zeigt an, ob die Helligkeit des Blitzes gegenüber des von der Kameraelektronik ermittelten Wertes verändert wurde (also größer oder kleiner gestellt wurde). Wenn Sie den Wert nach unten regeln, können Sie beispielsweise zu grelles Blitzlich etwas dämpfen.

7. Custom-Steuerung: Hier kann man Tasten mit Lieblingsfunktionen besetzen.

8. Bildstil: Hier sehen Sie, welcher Bildstil eingestellt ist. Ein Bildstil bündelt für typische Aufnahmesituationen passende Bildverarbeitungsparameter (etwa Schärfe, Kontrast, Sättigung oder Farbton). Es gibt Bildstile wie Porträt oder Landschaft, die jeweils für eine für diese Motive passende Farbwiedergabe sorgen, also zarte Hauttöne oder ein sattes Himmelsblau.

DSLR-Kameras bieten viel fotografischen Spielraum im M-Modus.
Foto: Content Creation GmbH

9. Weißabgleich: Hier sehen Sie, welcher Weißabgleich eingestellt ist. Über den Weißabgleich ist es möglich, die Farbtemperatur des Lichtes am Aufnahmeort zu berücksichtigen (und somit die Farbtemperatur des fertigen Bildes zu beeinflussen). Der Weißabgleich bestimmt die Bildwirkung mit, da je nach Weißabgleich das Foto eher warm oder eher kühl wirken kann oder beispielsweise einen Blau- oder Gelbstich aufweisen kann usw.

10. Automatische Belichtungsoptimierung: Hier sehen Sie, ob die Belichtungsoptimierung ein- oder ausgeschaltet ist. Die automatische Belichtungsoptimierung optimiert bei JPG-Aufnahmen die Belichtung automatisch (aufgrund der Beurteilung des Histogramms).

11. Aufnahmefunktion/Kartenauswahl: Hier sehen Sie, auf welcher Speicherkarte die Aufnahmen aktuell gespeichert werden.

12. Autofokusbetriebsart: Hier sehen Sie, welche Betriebsart für den Autofokus eingestellt ist.

DSLR-Kameras bieten viel fotografischen Spielraum im M-Modus.
Foto: Content Creation GmbH

13. Messmethode: Hier sehen Sie, welche Messmethode für die Belichtungsmessung aktuell verwendet wird (Mehrfeldmessung, Selektivmessung, Spotmessung oder mittenbetonte Messung).

14. Betriebsart: Hier sehen Sie, in welcher Betriebsart aktuell fotografiert wird (Serienaufnahme, Einzelbild, Selbstauslöser).

15. Dateityp: Hier sehen Sie, in welchem Dateiformat die Aufnahmen gespeichert werden. Beispiel: „RAW + L“ bedeutet, dass zusätzlich zum hochauflösenden RAW auch ein JPG in der Größe L aufgenommen wird.

16. Q: Zusätzliche Taste, mit der Änderungen bei den angezeigten Displayfunktionen durchgeführt werden können.

17. Akkuladestand: Hier sehen Sie, wie es um den Ladestand des Akkus bestellt ist.

18. Aufnahmeanzahl: Hier sehen Sie, wie viele Aufnahmen auf der aktuellen Speicherkarte noch gespeichert werden können.