von: mediamag.at-Redaktion

Funk-Standards im Smart Home

WLAN, Z-Wave, ZigBee & Co.

Damit die einzelnen Geräte im Smart Home reibungslos miteinander kommunizieren können, müssen sie sich „verstehen“. Dafür sorgen sogenannte Funk-Standards.

Funk-Standards  im Smart Home
Foto: outline205/iStock

Wer sein Smart Home einrichtet, wünscht sich natürlich eine Komplettlösung: Ein System, das alle Geräte einheitlich anspricht. In der Praxis bekommt man es allerdings mit einer Vielzahl an Standards zu tun, die nicht unbedingt miteinander kombinierbar sind. Bei der Planung seines schlauen Zuhauses sollte man daher die einzelnen Komponenten – und Funk-Standards – sehr sorgfältig auswählen.

WLAN

In unserem Alltag ist das „drahtlose lokale Netzwerk“ allgegenwärtig. Es liegt daher nahe, damit auch die Komponenten im Smart Home anzusteuern – wie es z.B. bei der „StriimLIGHT WI-FI Color“ von AwoX möglich ist. Für einen Einsatz sprechen hohe Reichweiten und Geschwindigkeiten, als Gegenargument wird meist der hohe Energieverbrauch ins Feld geführt. Kabellose Sensoren sollten ja im Idealfall Monate oder Jahre ohne Batteriewechsel auskommen – WLAN ist hingegen ein wahrer „Energiefresser“.

Z-Wave

Geringer Energiebedarf macht diesen Standard zu einer beliebten Smart-Home-Lösung. Z-Wave punktet außerdem mit einer sehr geringen Störanfälligkeit und einer hohen Reichweite. Diese Technologie wurde bereits 2001 in Dänemark entwickelt und eignet sich hervorragend für Sensoren, die lange Zeit mit einer kleinen Energiequelle ­(z.B. Knopfzellen-Batterien) auskommen müssen, wie z.B. Rauchmelder oder Bewegungssensoren.

ZigBee

Als Sparmeister in puncto Energie gilt der ZigBee-Standard: Der Lichtschalter „Hue Tap“ von Philips kommt z.B. komplett ohne Batterien, Strom oder Solarzellen aus. Er bezieht seinen Strom rein aus der kinetischen Energie, die beim Drücken des Schalters entsteht. Wie auch Z-Wave ist ZigBee „Mesh“-fähig: Neue Devices können jederzeit in das Netzwerk integriert werden, sie müssen nur in Reichweite sein.

EnOcean

Für diesen Standard steht das Prinzip des „Energy Harvesting“, d.h. das Gewinnen von Strom aus der Umgebung (Luftströmungen, Vibrationen etc.) im Vordergrund. Viele der EnOcean-Sensoren kommen völlig ohne Batterien oder sonstige Stromversorgung aus und finden sich in zahlreichen Smart-Home-Devices wieder.

DECT ULE

Manchen wird „Digital Enhanced Cordless Telecommunications“ aus dem Umfeld der Schnurlostelefone ein Begriff sein. Im Smart Home wird ein auf dieser Technologie aufbauender Standard verwendet: DECT ULE (Ultra Low Energy). Praktisch: Wer bereits DECT-Geräte und Basis-Stationen besitzt, kann sie in vielen Fällen durch ein Software-Update in das DECT-ULE-Netzwerk integrieren. 

Bluetooth

Nicht zu verwechseln mit der klassischen Bluetooth-Technologie ist „Bluetooth Low Energy“, das manchmal auch als „Bluetooth Smart“ bezeichnet wird. Es punktet zwar mit einem geringen Energieverbrauch, jedoch nur wenige Hersteller unterstützen derzeit diesen Standard und machen Geräte, die darauf aufsetzen, zu Insellösungen.