von: mediamag.at-Redaktion

Google hat große Pläne

Neuigkeiten von der I/O 2016

Der sprachgesteuerte „Google Assistant“ soll in unsere Wohnungen einziehen und zur Schaltzentrale des Smart Homes werden. Hier sind die wichtigsten Neuerungen, die Google auf seiner Konferenz „I/O 2016“ angekündigt hat.

I/O 2016
Screenshot: Google Developers / YouTube

1. Der interaktive „Google-Assistant“

Das neue Feature gründet auf „Google Now“ und soll, ganz nach dem Vorbild von Apples Siri, auf gesprochene Befehle reagieren. Auch Gespräche mit Kontext sollen möglich sein: Wenn eine Frage, z.B.  nach dem Regisseur von „The Revenant“, gestellt wurde, sollen Nachfragen nach seinen weiteren Filmwerken möglich sein, ohne den Namen „Alejandro G. Iñárritu“ anzugeben.

2. Das vernetzte „Google Home“

Die Box soll, wie der „Google-Assistant“, per Sprache bedient werden ­– auf Bedienelemente wurde nämlich komplett verzichtet. Sie verbindet sich mit allen kompatiblen Hausgeräten und übernimmt die Steuerung von Musik oder Licht. Auch via „Google Home“ nimmt der „Google Assistant“ – z.B. nach dem Wetter – entgegen. Das System soll frühestens Ende des Jahres käuflich sein.

3. Der Messenger „Google Allo“

Google I/O
Screenshot: Google Developers / YouTube

Das Chat-Programm des Suchmaschinen-Riesen bietet alle Funktionen, die von einem modernen Messenger erwartet werden ­– darunter auch Fotomanipulationen á la „Snapchat“ oder „Masquerade“.  Wer sichergehen will, dass seine Gespräche privat bleiben, kann auf Wunsch eine End-to-End-Verschlüsselung zuschalten.

4. Videochat „Google Duo“

Der Video-Chat ergänzt „Allo“ und verfügt über die Funktion „Knock Knock“ – diese zeigt bei einem eingehenden Gespräch bereits ein Livebild des Anrufers. Die Bedienung soll einfach und intuitiv gestaltet sein. Sowohl „Google Allo“ als auch „Google Duo“ sollen im Sommer gestartet werden.

5. Virtual Reality mit „Daydream“

Google I/O
Screenshot: Google Developers / YouTube

Das System ermöglicht Virtual Reality mithilfe des Smartphones. Damit will sich Google gegen die anderen großen VR-Hersteller, wie HTC oder Oculus, behaupten. Mit ersten Geräten ist aber nicht vor Herbst zu rechnen.

6. „Instant Apps“

Apps können benutzt werden, ohne dass man sie vorher installieren muss. Man klickt einfach auf einen Link und kann die Anwendung fast ohne Verzögerung starten. Möglich ist das durch einen modularen Aufbau der Apps.

7. Update: „Android Wear 2.0“

Die Wear-Apps können nach dem Update auch ohne Smartphone benutzt werden, außerdem stehen auf der Smart-Watch künftig mehr Möglichkeiten zur Personalisierung bereit. Zum schnellen Beantworten von Nachrichten können vorgefertigte Antworten ausgewählt werden.

8. Betriebssystem „Android n“

Noch immer hat sich der Konzern auf keinen Namen geeinigt und hat daher eine Webseite eingerichtet, auf der man Namen vorschlagen kann. Die Erwartungen an die Leistung von „Android n“ sind hingegen höher: Es soll schneller sein, System-Updates automatisch im Hintergrund laden und besseres Multitasking besitzen. Es wurde auch eine neue Funktion namens „Splitscreen“ vorgestellt, mit der zwei Apps simultan benutzt werden können. Das neue Betriebssystem soll im Sommer herauskommen.

Video: „I/O 2016" in voller Länge