von: mediamag.at-Redaktion

Homemade Streetfood

Fingerfood für zuhause

Mit diesen Rezepten gelingt es leicht, dem Trend zu folgen. Sie sind einfach nachzumachen und bringen mit ungewöhnlichen Gewürzen internationale Gerichte, Garküchen-Ambiente und Urlaubsflair in die eigene Küche.

Streetfood
Foto: JackJelly/iStock

Pakoras mit Mango-Chutney (ca. 16 Stück)

Die frittierten, leicht scharfen Kichererbsen-Nocken harmonieren wunderbar mit dem süßlich-frischen Mango-Chutney, das seine besondere Note durch das Panch Phoron, eine Würzmischung aus Fenchel-, Kreuzkümmel-, Senf-, Bockshornklee- und Schwarzkümmelsamen, erhält.

Für die Pakoras:

  • 250 g Kichererbsenmehl
  • 50 g Mehl (Type 405)
  • 4 g Backpulver
  • 4 g Salz
  • 2 g Chilipulver
  • je 4 g Garam und Tandoori Masala
  • 5 g Limettensaft
  • 300 g Kartoffelwürfel (ca. 5 mm)
  • 300 g Zwiebelwürfel (ca. 5 mm)
  • 2 Frühlingzwiebeln, geputzt und fein geschnitten
  • 10 frische Spinatblätter, fein geschnitten
  • 25 g frischer Koriander, fein geschnitten
  • 1 große grüne Chilischote, geputzt, entkernt und fein gehackt
  • Neutrales Pflanzenöl zum Braten und Frittieren


Für das Chutney:

  • 3 g Panch Phoron
  • 1 TL Ingwer, geschält und gerieben
  • 5 g brauner Rohrzucker
  • 2 reife Mangos, geschält und das Fruchtfleisch grob gewürfelt
  • ½ TL Chilipulver
  • 1 Prise Garam Masala
  • 1 Prise Asafoetida (Gummiharz)
  • 1 Prise Salz

Für das Chutney in einer Pfanne etwas Öl heiß werden lassen und das Panch Phoran darin anschwitzen, bis es aromatisch duftet. Ingwer zugeben, kurz mitschwitzen, Zucker einstreuen und die Mangos zufügen. Mit Chili, Garam Masala und Asafoetida würzen. Alles aufkochen lassen und für drei Minuten köcheln. Mit Salz abschmecken. Den Ofen auf 130 °C vorheizen. Ein Backblech mit Küchenpapier auslegen, darauf einen Gitterrost platzieren und das Ganze auf die mittlere Schiene in den Ofen stellen.

Für die Pakoras Kichererbsenmehl, Mehl, Backpulver, Salz, Chilipulver, Garam und Tandoori Masala in eine Schüssel sieben. Mit 320 ml kaltem Wasser zu einem dicken Teig verarbeiten. Limettensaft untermischen und den Teig 15 Minuten ruhen lassen. Anschließend die restlichen Zutaten untermengen.

Öl in einer Fritteuse oder einem hohen, weiten Topf auf ca. 180 °C erhitzen. Mit einem Löffel ungleichmäßige Nocken vom Teig abstechen und diese portionsweise (drei bis vier gleichzeitig) in das heiße Fett geben. Die Pakoras fünf bis sechs Minuten unter regelmäßigem Wenden ausbacken, bereits fertige im Ofen warmhalten.

Pakoras
Foto: Oliver Brachat

Hotdog (6 Stück)

Seine Wurzeln hat der Hotdog in Frankfurt am Main, wo ein Metzger Mitte des 19. Jahrhunderts das Frankfurter Würstchen erfand. Einige Jahre später wurden Hotdogs dann auch in den USA bekannt. Neben dem typischen Würstchen, Senf und sauren Gurken ist die Füllung mit Sauerkraut üblich.

  • 250 g mildes Sauerkraut vom Fass
  • 2 Schalotten
  • 1 rote Spitzpaprika
  • 2–3 EL Schweineschmalz
  • 1 TL süßes Paprikapulver
  • ½ TL scharfes Paprikapulver
  • Chiliflocken nach Belieben
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer
  • 6 Frankfurter
  • 6 Hotdog Buns
  • Gurken-­Pickles
  • mittelscharfer Senf

Das Sauerkraut in ein Sieb geben, kurz unter kaltem Wasser abwaschen und anschließend gut ausdrücken. Die Schalotten schälen, halbieren und in feine Streifen schneiden. Spitzpaprika putzen, längs vierteln, entkernen und ebenfalls in feine Streifen schneiden. Schweineschmalz in einem Topf zerlassen, Schalotten und Paprika zugeben und glasig anschwitzen. Das Sauerkraut zufügen und fünf Minuten mitschwitzen. Mit süßem und scharfem Paprikapulver sowie Chiliflocken würzen und mit 120 ml Wasser ablöschen. Bei mittlerer Temperatur unter gelegentlichem Rühren einkochen, bis das Kraut einen schönen Glanz hat und das Wasser fast verkocht ist. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen.

Wasser in einem Topf aufkochen, die Temperatur reduzieren, die Würstchen zugeben und darin ziehen lassen. Die Brötchen in einer trockenen Pfanne kurz von beiden Seiten anrösten, mit einem Sägemesser längs einschneiden, mit Kraut, Würstchen und Gurken­Pickles füllen und mit Senf nach Belieben verfeinern.

Hotdog
Foto: Oliver Brachat

Corn Fritters (ca. 20 Stück)

Die herzhaften Maisplätzchen stammen eigentlich aus den Südstaaten. Die Beigabe von Koriander und Ricotta macht den beliebten Snack internationaler.

  • 530 g frischer Mais, vom Kolben geschnitten
    (ca. 3 große Maiskolben)
  • 1 kleine rote Zwiebel, geschält und fein gewürfelt
  • 2 Eier
  • 15 g frischer Koriander, gehackt
  • 50 g Ricotta
  • 170 g Mehl (Type 405)
  • 5 g Backpulver
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • neutrales Pflanzenöl zum Frittieren

Ofen auf 120 °C vorheizen, ein Backblech mit Küchenpapier auslegen. Den Boden eines Topfes ca. 2 cm hoch mit Öl bedecken und dieses auf ca. 175 °C erhitzen. Zwei Drittel vom Mais mit Zwiebel, Eiern, Koriander, Ricotta, Mehl, Backpulver und je 4 g Salz und Pfeffer mischen. Mit einem Mixstab oder im Standmixer zu einem groben Püree verarbeiten. Den restlichen Mais unterheben und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken. Aus je ca. 40 g Corn­Fritter­Teig Häufchen formen und jeweils drei Stück auf einmal vorsichtig in das heiße Öl geben. Wenn die untere Seite gut Farbe genommen hat, behutsam umdrehen.

Die fertigen Corn Fritters im Ofen zwischenlagern, bis der ganze Teig verarbeitet ist. Noch heiß mit Guacamole servieren.

Cornfritters
Foto: Oliver Brachat
Hölker Verlag
Cover: Hölker Verlag

Die hier gezeigten Rezepte stammen aus dem Buch „Street Food: Homemade“ von Torsten Hülsmann und Antonio Buntenkötter, Fotos von Oliver Brachat, Hölker Verlag, 168 Seiten, ISBN: 978-3-88117-956-0