von: mediamag.at-Redaktion

ICQ ist zurück

Neue Sticker und Live-Chat

Facebook und WhatsApp dürfen sich warm anziehen, wenn es nach den Plänen der ICQ-Verantwortlichen geht. Der Chat-Pionier ist mit ICQ 10 und vielen praktischen Features zurück.

ICQ 10
Foto: Predrag Vuckovic / iStock

Näher am User

Mit einigen Neuerungen startet ICQ mit der zehnten Auflage seines Chat-Programms in den Frühling. In der aktuellen Version werden jetzt Gruppenchats und hochaufgelöste Videochats unterstützt. Dateien können einzeln oder in Paketen bis zu einer Größe von 4 Gigabyte übertragen werden.

Auch optisch wurde das Programm auf den letzten Stand gebracht und erinnert im neuen Design leicht an Google-Hangouts. Ebenfalls überarbeitet wurden die bei den Usern beliebten Sticker, die in der Windows-Variante gleich nach der Installation verfügbar sind. In den mobilen ICQ-Apps müssen sie erst heruntergeladen werden.

Total vernetzt

Punkten will die neueste Version des Chat-Programms vor allem mit einer Vernetzung zwischen Desktop- und Mobilgeräten. So werden in ICQ 10 sämtliche Einstellungen und Nachrichten im Chat-Protokoll automatisch auf alle weiteren Geräte synchronisiert. Beim Pendeln zwischen Smartphone und Standrechner bleiben nun keine Nachrichten mehr „liegen“. Auch die Benachrichtigungen laufen ab sofort auf allen Devices synchron.

ICQ 10
Foto: Predrag Vuckovic / iStock

Mit diesen Neuerungen will ICQ noch einmal durchstarten und sich gegen Konkurrenten wie Skype, Facebook Messenger und WhatsApp durchsetzen. Das soll unter anderem durch eine strategische Öffnung erzielt werden. In der neuesten Version lässt sich der Chat-Dienst auch mit den gängigen sozialen Medien koppeln.

Stichwort ICQ

Der Name ICQ ist die Abkürzung für „I Seek You“ (engl. „Ich suche dich“). Das Chat-Programm stammt von der israelischen Firma Mirabilis und wurde 1996 veröffentlicht. Zwei Jahre später wurde der Dienst von America Online aufgekauft, der ICQ zur Jahrtausendwende mit mehr als 100 Millionen Usern zum absoluten Marktführer in Sachen Instant Messaging machte. Mit dem Aufstieg der Social Media – Facebook, Twitter & Co. – geriet ICQ langsam in Vergessenheit.

Heute gehört der Chat-Dienst dem russischen Unternehmen „Mail.ru“. Der typische „Uh-Oh“-Sound, der das Eintreffen einer neuen Chatnachricht anzeigt, war lange Zeit das Markenzeichen des Programms.