von: mediamag.at-Redaktion

Verantwortungsvoller Umgang mit Videospielen

Was Eltern über Videospiele wissen sollten

Spiele faszinieren und begeistern unzählige Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Noch nie gab es so viele Spiele und Spieler wie heute. Für alle, die sich mit der Materie nicht auskennen, kann das beängstigend sein. Deshalb wollen wir aufklären, was man über Videospiele wissen sollte.

So geht man als Elternteil verantwortungsvoll mit dem Hobby der Kinder um.
Foto: Cecilie_Arcurs/iStock

Informieren

Videospiele begeistern. Nicht selten verbringen junge Menschen mehrere Stunden pro Woche vor der Konsole oder dem PC. Für jemanden, der sich mit dem Thema nicht auskennt, mag das befremdlich wirken. Bevor man allerdings voreilige Schlüsse zieht, empfiehlt es sich, Informationen einzuholen. Die Bundesstelle für die Positivprädikatisierung von digitalen Spielen (erreichbar unter https://bupp.at/) bietet auf der Webseite Wissenswertes über das Thema Videospiele – sei es der PC, die Konsole oder Mobilgeräte. Eltern erhalten eine Orientierungshilfe bei der Auswahl wertvoller Titel für ihre Schützlinge und können sich über die vielen positiven Effekte von Games informieren.

Die ganze Familie kann am Hobby des Kindes teilhaben.
Foto: Ivanko_Brnjakovic/iStock

Spiele haben große Vorteile

Videospiele sind mehr als nur unterhaltsame Ablenkung. Sie fördern kognitive, motorische und soziale Kompetenzen, verbessern die Reaktionsfähigkeit, Problemlösungstaktiken, die Auge-Hand-Koordination und allgemeine soziale Fähigkeiten. Wichtig ist auch hier ein achtsamer Umgang mit dem Medium und die richtige Auswahl der Spiele. Zur besseren Orientierung gibt es, neben gesetzlichen Bestimmungen, Kennzeichnungen wie PEGI und USK.

Mit dem eigenen Kind zu spielen kann Spaß machen.
Foto: LightFieldStudios/iStock

Was ist PEGI?

Die Abkürzung PEGI steht für „Pan European Game Information“ und ermöglicht eine europaweite Alterseinstufung für Computer- und Videospiele. In den Beschreibungen jedes Spiels finden sich Angaben zur Altersempfehlung sowie Informationen über kritische Inhalte (Schimpfwörter, Gewalt, Drogen, Glücksspielelemente, etc.), die im Spiel zu finden sind. Sie erleichtern unerfahrenen Verantwortungsträgern die Einschätzung, ob ein Spiel für das eigene Kind angemessen ist oder eben nicht.

Nutzung mitbestimmen

Eines vorweg: Wer Angst hat, das eigene Kind könnte einer Computerspielsucht unterlegen, kann in den meisten Fällen beruhigt sein. Zwar ist eine solche Erkrankung von der Weltgesundheitsorganisation offiziell anerkannt, die reine Spielzeit, also die Dauer, wie lange jemand vor dem PC oder der Konsole sitzt, ist jedoch kein Kriterium für eine Diagnose. Vielmehr geht es dabei um Kontrollverlust, Entzugserscheinungen und das Ignorieren negativer Konsequenzen im echten Leben. Wer das Spielverhalten der Kids dennoch einschränken möchte, kann in den Optionen einer Konsole von der Spielzeit pro Tag oder Woche über Altersfreigaben bis hin zum Schließen/Öffnen von gewissen Kommunikationskanälen wichtige Einstellungen vornehmen.

Interesse zeigen

Deutlich wirkungsvoller ist es jedoch, einen eigenen Zugang zum Thema und zu einzelnen Spielen zu finden. So kann man seine Kinder nicht nur besser verstehen, sondern beginnt vielleicht selbst, die Leidenschaft zu teilen und kann den Schützlingen auf einer ganz anderen Ebene begegnen. Zudem kann man selbst besser einschätzen, welche Spiele wertvolle und welche vielleicht noch zu fordernd sind. Generell gilt: Je jünger das Kind, desto wichtiger ist ein Schutz, da vor allem die Jüngeren selbst noch keine adäquaten Einschätzungen zu Spielzeit oder Inhalten treffen können. Bei Jugendlichen werden ein authentisches Verhalten der Eltern und eine gute Vertrauensbasis immer wichtiger.