von: mediamag.at-Redaktion

Lexikon der Tee-Sorten

Genuss mit vielen Facetten

Ob Schwarztee, Rooibos, Früchtemischung oder Matcha-Pulver: Die Palette an Tee-Sorten ist riesengroß, ebenso die Möglichkeiten der Zubereitung. Hier eine kleine Einführung in die Welt des Tees.

Afternoon Tea
Foto: GMVozd/iStock

Schwarztee

Briten genießen den Schwarztee – sehr oft Darjeeling oder Earl Grey – schon für den Early Morning Tea, der noch im Bett eingenommen wird. Aber auch am Nachmittag, zum Afternoon Tea, kommt der Schwarztee zum Einsatz. Hier wird das Heißgetränk oft durch ein Glas Champagner oder Sherry ergänzt.

Grüntee

Im Unterschied zum Schwarztee sind bei diesem Tee die Blätter nicht oxidiert. Vor allem in China hat Grüntee eine sehr lange Tradition. Er wird dort seit mehreren Tausend Jahren – nicht nur von Mönchen – angebaut. Sehr oft wird der Grüntee auch mit Blüten, wie etwa jenen des Jasminstrauchs, verfeinert. Viele Studien haben die gesundheitsfördernde Wirkung der grünen Teeblätter bestätigt, die als entzündungshemmend und kreislaufstärkend gelten.

Matcha-Tee

Das leuchtend grüne Teepulver zeichnet sich durch einen unverwechselbaren und feinen Geschmack aus. Es wird in Japan für die traditionelle Teezeremonie verwendet. Zubereitet wird der Matcha-Tee mit einem kleinen Besen, mit dem das Teepulver in das heiße Wasser gerührt wird. Das Wasser sollte dabei eine Temperatur von 80 Grad Celsius nicht übersteigen, gerührt wird aus dem Handgelenk. Wenn man das Rühren richtig durchgeführt hat, steht am Schluss ein hoher und fester Schaum auf dem Tee.

Pu-Erh-Tee
Foto: Vera Petruk / iStock

Pu-Erh-Tee

Dieses in China extrem beliebte Aufgussgetränk wird aus den Blättern des sogenannten Qingmao-Strauchs gewonnen. Benannt ist es nach der Stadt Pu’er, in der die Blätter geerntet werden. Erkennbar ist der Pu-erh an seiner rötlichen Farbe und einem angenehm erdigen Geschmack. Lange Zeit lief er unter dem Namen Ziegeltee, weil er nach der Reifung meist in Fladen oder Ziegel gepresst wurde.

Früchtetee

Von echten Teeliebhabern wird das fruchtige Aufgussgetränk oft belächelt. Dabei steht es an Aromen und gesundheitsfördernder Wirkung dem „Original“ in keiner Weise nach. Welche Früchte in den Tee wandern, bleibt der Phantasie des Teetrinkers überlassen. Mandarinen, Äpfel, Kokosraspel, Holunderbeeren – es gibt kaum eine Frucht die sich nicht für ein heißes Getränk verwenden lässt.

Kräutertee

Ähnlich wie die Fruchtvariante ist der Kräutertee kein Tee im eigentlichen Sinne. Vor dem Gesetz gelten sie wortwörtlich als „teeähnliche Erzeugnisse“. In das Teesieb dürfen dabei die Blätter, Stängel, Fruchtteile, Blüten und teilweise sogar die Wurzeln. Manche Kräutertees werden in der Apotheke verkauft, gelten als Arzneien und müssen mit dementsprechenden Kennzeichnungen versehen werden, wie z.B. Bachblütentee.

Tipps für den perfekten Tee gibt's hier.