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Mehr Speicherplatz am USB-Stick

So bringt man mehr Daten unter

von: mediamag.at-Redaktion

Sie sind die Schweizer Taschenmesser des Büroalltags – die Rede ist natürlich von USB-Sticks. Trotz ftp-Server und virtueller Cloud wird ein Großteil des Datentransfers immer noch mit den kleinen Flash-Speichern erledigt. So nutzt man deren Kapazität bestmöglich aus.

Ob Werbegeschenk, Mitbringsel oder gar Schlüsselanhänger – USB-Sticks sind mittlerweile so allgegenwärtig wie Kugelschreiber, Feuerzeug und Co. Vor allem dank der rasant wachsenden Speicherkapazitäten und der unkomplizierten Handhabung mittels Plug & Play sind USB-Sticks echte Alleskönner. Doch speziell bei Videodateien kommt es immer wieder vor, dass Dateien zu groß für den Stick sind. Und das, obwohl die Kapazität eigentlich ausreicht.

So bringt man mehr Daten unter.
Foto: Screenshot Windows 10

Veraltetes Datensystem

Der Hintergrund: USB-Sticks nutzen standardmäßig meist das ältere Dateisystem FAT oder FAT32, das sowohl unter Windows und Linux, als auch unter MacOS verwendet werden kann. Leider können FAT bzw. FAT32 nur Dateien bis maximal vier Gigabyte problemlos verarbeiten. Will man jedoch größere Dateien auf den Stick kopieren, muss man ihn mit dem sogenannten NTFS-System formatieren.

Viele Vorteile

Die Bezeichnung „New Technology File System“ ist zwar irreführend, schließlich existiert NTFS bereits seit über 20 Jahren. Dennoch bietet das Windows-Dateisystem einige Vorteile: Die Größenbeschränkung greift hier erst bei 16 Terabyte, also mehr als ausreichend für USB-Sticks. Die kleinstmöglichen Datei-Einheiten sind bei NTFS gerade einmal vier Kilobyte groß, bei FAT mindestens 16 Kilobyte. Auf NTFS-formatierten Datenträgern können Dateien deswegen effektiver, verschlüsselt und mit geringerem Datenverlustrisiko abgespeichert werden. Einen Nachteil hat NTFS jedoch: Das Dateisystem funktioniert ausschließlich unter Windows. Wer Dateien mit Apple-Rechnern austauschen will, muss weiterhin die FAT-Formatierung verwenden.

So formatiert man den Stick mit NTFS
Foto: Screenshot Windows 10

So formatiert man den Stick mit NTFS

1. Im Windows-Explorer mit der rechten Maustaste auf den Stick klicken und „formatieren“ wählen.

2. Im neuen Fenster unter „Dateisystem“ den Eintrag „NTFS“ anklicken und auf „formatieren“ klicken.

3. Taucht NTFS in der Liste nicht auf, mit der rechten Maustaste den Stick anklicken, „Eigenschaften“ und dann „Hardware“ anklicken. In der folgenden Liste den Stick auswählen und unter „Eigenschaften“, „Einstellungen ändern“, „Richtlinien“ auswählen. In diesem Menü je nach Windows-Version „Bessere Leistung“ bzw. „Für Leistung optimieren“ auswählen und bestätigen. In der Folge ist NTFS verfügbar.