von: mediamag.at-Redaktion

Multitalent Rhabarber

So schmeckt der Frühling

Ob als Kompott, in Kuchen und Torten oder als Marmelade: Rhabarber bringt mit seinem markant säuerlichen Geschmack Leben in die Küche.

Rhabarber
Foto: KayTaenzer/iStock

Wenn die rötlichen Stängel aus der Obst-Abteilung des Supermarkts leuchten, dann hat auch in der Küche der Frühling begonnen. Zwar kann Rhabarber auch in Glashäusern gezogen werden, so richtig säuerlich-fruchtig schmeckt er aber nur, wenn er in der Natur geerntet wurde. Da er nur für wenigen Wochen im Frühjahr erhältlich ist, sollte man nach Möglichkeit sofort zu den schmackhaften Stangen greifen.

Kulinarischer Spätzünder

Eigentlich stammt Rhabarber aus dem Himalaja, nach Europa kam er über Russland, wo er schon im 16. Jahrhundert angebaut wurde. Den kulinarischen Siegeszug trat er Mitte des 19. Jahrhunderts von Hamburg aus an und landete schließlich auch in Österreich. Auch wenn Rhabarber auf den ersten Blick immer gleich aussieht, gibt es in Wahrheit mehrere Sorten des köstlichen Obsts. Zwei der gängigsten sind „Glaskin’s Perpetual“ und „Timperley Early“.

Gib mir Saures!

Geerntet wird in den Monaten April und Mai, in der Küche werden die langen, meist roten Stiele verwendet. Um den säuerlichen Geschmack auszugleichen, wird Speisen mit Rhabarber gerne Zucker zugesetzt. In den letzten Jahren hat die Kombination mit fruchtsüßen Erdbeeren immer mehr an Beliebtheit gewonnen. Vorsicht: Die Blätter der Rhabarberpflanze sind nicht genießbar, sie enthalten giftige Oxalsäure.

Genuss-Varianten mit Rhabarber