von: mediamag.at-Redaktion

Optimaler Heimkino-Genuss

Perfekter Abstand für Klang & Bild

Höhe und Abstand des Fernsehers wirken sich nicht nur auf das Bild, sondern auch auf den Ton aus. Wir haben nützliche Tipps für die beste Positionierung zuhause.

Optimaler Sound am TV
Foto: franckreporter/iStock

Alte Faustregel

Wie schon zu Zeiten der alten Röhrengeräte galt auch in der Flatscreen-Ära lange: Je größer der Bildschirm, desto weiter musste auch der Sitzabstand für ein gutes Bild sein. Bei einer Full-HD-Auflösung sollte man ungefähr die 1,5-fache Displaydiagonale zwischen sich und den TV bringen.

Neue Regel

4K und UHD-Geräte (3.840 x 2.160 Pixel) erlauben den halben Betrachtungsabstand, ohne einzelne Pixel erkennen zu lassen. Sie müssen nur mehr 0,75-fache der Bildschirmdiagonale vom Gerät entfernt sitzen. Da das oftmals nur mehr knapp ein Meter ist, empfiehlt sich aus Einrichtungs- und Komfortgründen ein Abstand von ca. 1,5 Meter.

Der Abstand macht den Klang
Foto: PeopleImages/iStock

Curved-TVs

Einen größeren Abstand verlangen hingegen Fernseher, deren Bildschirme nach innen gewölbt sind. Hat der Curved-TV mehr als 50 Zoll, sollte der Sitzabstand 3,3 bis 4 Meter betragen, bei kleineren Modellen (bis 48 Zoll) gelten die Idealabstände 2,6 bis 3,2 Meter.

Soundbars für den besten Klang

Geht es um den optimalen Sound, sieht die Sache etwas anders aus. Hier entscheidet weniger der Abstand zum Seher (oder Hörer), sondern die Position des TV-Geräts im Raum. Die flache Bauweise moderner Fernseher sorgt dafür, dass auch die Lautsprecher mit der Zeit zwar ebenfalls leistungsfähiger, aber immer kleiner geworden sind. 

Die optimale Lösung für diesen Kompromiss sind natürlich externe Soundbars, die per Kabel oder Bluetooth mit dem Fernseher verbunden werden.

Heimkino-Genuss.
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Wand versus Tisch

Wer (noch) keine Soundbar hat, sollte das Fernsehgerät entweder mit einem passenden Montage-Kit möglichst dicht an einer Wand befestigen, oder zentral im Raum auf einem Tisch oder Regal aufstellen. Dann aber mindestens einen Meter von der nächsten Mauer entfernt. Der Hintergrund: Beim Fernsehen gelangt der Ton auf zwei unterschiedliche Weisen zum Hörer: einerseits auf dem direkten Weg, andererseits werden die Schallwellen von Wänden, Möbeln und anderen Oberflächen reflektiert und umgelenkt.

Überlagerungen vermeiden

Die dadurch entstehenden Verzögerungen sorgen für tonale Überlagerungen, die den Klang verfälschen. Der Anteil dieser Mischgeräusche am Klang bleibt dann am geringsten, wenn – wie bei der Wandmontage – fast alle Schallwellen reflektiert werden. Auch wenn der Abstand zum nächsten Hindernis mehr als einen Meter beträgt, werden Schallreflexionen ebenfalls nicht mehr als störend empfunden.