von: mediamag.at-Redaktion

Panasonic kündigt den Wäsche-Falt-Roboter an

Der „Laundroid“ soll 2018 in Serie gehen.

Es ist schon verrückt. Bald 50 Jahre ist es nun her, da schickte die Menschheit Astronauten zum Mond. Heute erobern selbstfahrende Autos und intelligente Smartphones die Welt. Doch unsere Wäsche müssen wir immer noch selbst zusammenlegen. Nicht mehr lange, geht es nach Panasonic.

Panasonic verspricht den Wäsche-Falt-Roboter
Foto: KatarzynaBialasiewicz/iStock

Zugegeben: Es war bei weitem nicht die spektakulärste Präsentation im Rahmen der diesjährigen IFA in Berlin. Eher das Gegenteil war der Fall: Inmitten der riesigen Panasonic-Messehalle musste man schon ganz genau hinsehen, wenn man den „Laundry Folding Bot“, zu Deutsch etwa „Wäsche-Falt-Roboter“, ausmachen wollte. Eigentlich handelte es sich dabei nur um eine recht futuristisch anmutende Klappe in einer Wand. Laut Panasonic hat diese jedoch das Potenzial, unseren Haushalts-Alltag zu revolutionieren.

Der „Laundroid“ soll 2018 in Serie gehen.
Foto: Panasonic

Textilien als echte Herausforderung

Der japanische Elektronikkonzern, der hierzulande eher für Flachbildschirme und Digitalkameras bekannt ist, arbeitet bereits seit einigen Jahren an dem Vorhaben, uns früher oder später das Zusammenlegen unserer Wäsche abzunehmen. Genau genommen gibt es die Kooperation mit den ebenfalls in Japan ansässigen Unternehmen „Daiwa House“ und „Seven Dreamers“ bereits seit 2008. Offensichtlich ist es viel komplizierter, automatisch ein T-Shirt zusammenzulegen, als perfekte Foto-Kameras oder ultrahoch auflösende TV-Geräte zu bauen.

Bildanalyse trifft Roboterwissenschaft
Foto: Panasonic

Bildanalyse trifft Roboterwissenschaft

Tatsächlich sind es die Socken, an denen sich die japanischen Forscher bis dato die Zähne ausbissen. Diese erwiesen sich in den Praxistest stets als härtester Knochen wenn es darum ging, frisch gewaschene Wäsche kastenfertig zusammenzulegen. Der technische Hintergrund: Beim „Laundry Folding Bot“, manchmal auch „Laundroid“ (als Mischung aus „Laundry“ (auf Deutsch: Wäsche) und Android (Roboter) genannt, treffen zwei völlig unterschiedliche Techniken aufeinander. Einerseits die Bildanalyse, die notwendig ist, um das jeweilige Kleidungsstück zu identifizieren. Andererseits die Roboterwissenschaft, um ein Gerät zu konstruieren, das die widerspenstigen Textilien buchstäblich in Form bringt.

2018 weltweiter Marktstart

Lange Rede, kurzer Sinn: Nach mehrmaligem Nachfragen rückte man bei Panasonic nun ein realistisches Erscheinungsdatum für den „Laundry Folding Bot“ heraus: Nächstes Jahr sollen die ersten Beta-Anlagen entstehen, ab 2018 soll es den Heilsbringer aller Single-Männer dann tatsächlich zu kaufen geben.