Ratgeber / Mobilität

So wird die Herzfrequenz gemessen

Das Zauberwort lautet: LED

Das Messen der Herzfrequenz gehört bei modernen Smartwatches und Fitness-Trackern zu den Standardfunktionen. Wir erklären, wie die Technik dahinter funktioniert.

Messung per Brustgurt

Lange Zeit galt das Tragen eines Brustgurts als die gängige Methode, um die Herzfrequenz zu bestimmen. Dabei wird ein Gurt am Oberkörper getragen, der über Elektroden an der Haut die sogenannten „R-Impulse“ misst. Die gewonnenen Daten werden dann per Funk an ein Empfangsgerät ausgesendet – meist eine kompatible Armbanduhr.

Bequem am Handgelenk

Heute wird die Herzfrequenz üblicherweise direkt am Handgelenk gemessen, und zwar mittels „optischer Pulsmessung“. Die Methode dahinter besitzt den sperrigen Namen „Photoplethysmographie (PPG)“ und existiert bereits seit dem Jahr 1976. Dabei wird das Blutvolumen überwacht, das durch die Arterien fließt.

Wir erklären die Technologie hinter der Herzfrequenzmessung am Handgelenk.
Foto: Garmin Deutschland GmbH

Reflektiertes Licht

Um den Rhythmus des Blutflusses vom und zum Herzen festzustellen, sind smarte Armbänder mit grünen LED-Lämpchen und einem Sensor ausgestattet, die an der Rückseite des Uhrenkörpers angebracht sind. Diese LEDs senden Lichtimpulse aus, die durch die Haut in das Gewebe eindringen und von dort reflektiert werden.

Blut absorbiert die verwendeten Lichtwellen besonders gut: Mit dem Pulsieren des Blutes schwankt auch die Menge des Lichts, das an den Lichtsensor zurückgeworfen wird. Während der Herzschläge wird mehr Blut durch die Gefäße transportiert und daher weniger Licht reflektiert als zwischen den Herzschlägen. Aus diesen Daten können smarte Armbänder dann die genaue Herzfrequenz ableiten.