von: mediamag.at-Redaktion

Heimisches Superfood

Alternativen zu Chia, Goji & Co.

Es müssen nicht immer exotische Früchte oder Pseudogetreide von anderen Kontinenten sein, die unsere Ernährung aufwerten. Regionale „Superfood-Helden“ wachsen zuhauf vor der Haustür.

Schwarze Johannisbeeren sind eine regionale Alternative zu Goji-Beeren.
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Regionales „Kraftfutter“

Der Blick vor die eigene Haustür, in den Garten und in das Gemüseregal im Bioladen zeigt eine ganze Reihe an Superfoods: Kräuter, Walnüsse, Kürbiskerne, heimische Beeren oder auch Bittersalate wie Radicchio.

Grünes Gemüse und Kräuter enthalten viele Vitamine, Mineralien und Spurenelemente.
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Grün = gut

„Blattgrün“ ist ein Stichwort, das immer wieder in Zusammenhang mit Superfood genannt wird. Darunter fallen z. B. Spinat, Grünkohl, Brokkoli, Weizengras (kann ganzjährig indoor in Anbauschalen gezüchtet werden), Löwenzahn, diverse Salate und Brennnesseln. Das darin enthaltene Chlorophyll hilft beim Aufbau neuer Blutzellen, reguliert die Verdauung und fördert die Entgiftung. Grüne Lebensmittel machen sich daher nicht nur auf dem Teller gut, sondern sind auch als Smoothies äußerst schmackhaft und gesund. Am besten werden die kostbaren Vitamine, Mineralien und Spurenelemente in einem Nährstoff-Extraktor aufgespalten.

Hirse ist glutenfrei und reich an Vitamin B, Eisen, Magnesium und Silizium.
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Pseudogetreide, Nüsse und Kräuter

Die heimische Alternative zu Chia-Samen sind beispielsweise Leinsamen. Sie punkten ebenfalls mit einer hohen Konzentration an Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien, Vitamin B und Ballaststoffen. Wer mit Pseudogetreide (das sind Alternativen zu Weizen, Dinkel, Roggen etc.) auf glutenfreie Ernährung achtet, kann mit Hirse aus regionalem Anbau weitgereisten Quinoa ersetzen. Ein schmackhafter und an Vitamin B, Magnesium, Eisen und Phosphor reicher Sattmacher ist der glutenhaltige Grünkern. Hochwertige, ungesättigte Fettsäuren, Kalium, Kalzium, Zink, Eisen und Eiweiß nimmt man mit Walnüssen auf. Superfoods aus dem Kräuterbeet sind ein weiterer Beitrag zur gesunden Ernährung.

Aronia-Beeren wachsen in Österreich immer häufiger.
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Power von frischen Beeren

Heidelbeeren, Sauerkirschen und schwarzen Johannisbeeren sind die Antwort auf die südamerikanischen Acai-Beeren und die chinesischen Goji-Beeren. Kalorienarm, reich an Proteinen, Kalzium und Vitaminen bringen sie gesunde und köstliche Abwechslung in den Speiseplan. Immer öfter in Österreich zu finden sind Aronia-Anbaugebiete. Die herb-süße Frucht wirkt mit ihren sekundären Pflanzenstoffen der Zellalterung entgegen. Außerdem ist die zuckerarme Aronia-Beere antibakteriell, antiviral und entzündungshemmend. Wer über den Sommer hinaus Vitaminreichtum genießen möchte, kann frisch geerntete Beeren im Dörrautomat zu nahrhaften Trockenfrüchten verarbeiten.