von: mediamag.at-Redaktion

Schlaftracking: Fitbit-Studie

Welche Lehren kann man aus Schlafprotokollen ziehen?

Die Analyse der individuellen Schlafzeiten ist eine wichtige Funktion auf Trackingarmbändern und Smartwatches. Wie man die Ergebnisse deuten kann, hat u. a. eine Studie von Fitbit gezeigt.

Das Schlafverhalten kann mit Fitnesstrackern und Smartwatches analysiert werden.
Foto: Ljupco/iStock

Die Faustregel, dass acht Stunden Schlaf pro Tag empfehlenswert sind, gilt nicht für jedermann. Geniale Erfinder und Wissenschaftler wie Thomas Edison oder Leonardo da Vinci setzten beispielsweise auf den polyphasischen Schlaf – eine Technik, bei der auf mehreren Etappen über den Tag verteilt, wann immer man müde ist, geschlafen wird. Das traditionelle Mittagsschläfchen ist ein wesentlicher Bestandteil des biphasischen Schlafrhythmus. Beim sogenannten Uberman-Schlaf wird alle vier Stunden ein Powernap von 20 Minuten eingelegt.

Schlaftracking ist eine von vielen Funktionen der „fitbit ionic“.
Foto: Fitbit

So weit so gut. Aber wie findet man heraus, welcher Schlaf einem gut tut? Hier können Trackingarmbänder und Smartwatches gute Dienste leisten. Denn mithilfe der Schlafanalysefunktion kann man herausfinden, wie das eigene Schlafverhalten ist und eventuell nötige Anpassungen vornehmen.

Fitbit führte beispielsweise im Vorjahr eine Studie mit anonymisierten Nutzerdaten durch, die interessante Ergebnisse brachte: Schlafforscher konnten auf sechs Milliarden Nächte zugreifen und sahen, dass Männer durchschnittlich 25 Minuten weniger schlafen als Frauen (6 Stunden und 25 Minuten bzw. 6 Stunden und 50 Minuten). Einschlafstörungen betrafen Frauen zu 40 Prozent öfter, dafür gehen zehn Minuten mehr REM-Phase auf ihr Konto. In einer weiteren Studie wurde ermittelt, dass Menschen über 40, die die schlaflose Zeit im Bett minimieren, ihre kognitiven Fähigkeiten um bis zu zehn Prozent steigern können.

„fitbit charge 3“ misst mithilfe eines SpO2-Sensors die Sauerstoffsättigung im Blut.
Foto: Fitbit

Schlafqualität erkennen

Beim neuen Modell „fitbit charge 3“ wurde das Schlaftracking präzisiert. Die seit 2009 aufgebaute Schlaf-Datenbank führte zu Innovationen wie „Sleep Stages“ und „Sleep Insights“, die auf Herzfrequenz-Werten basierend die Schlafqualität einschätzt. Mit „Sleep Core Beta“ wurde eine neue Funktion designt, die für jede Nacht einen Score und somit ein aussagekräftiges Bild zur Schlafqualität liefert. In der Testphase ist das Tracking zu Atemstörungen während der Nachtruhe bei Devices mit SpO2-Sensoren (diese messen die Sauerstoffsättigung mit Blut), die bereits in „fitbit charge 3“, „fitbit ionic“ und „fitbit versa“ verbaut sind.