von: mediamag.at-Redaktion

Sicherheitsrisiko WLAN

Öffentliche Hotspots bergen viele Gefahren

Sie sind vor allem im Urlaub heißbegehrt: öffentliche und meist auch kostenlose WLAN-Netzwerke, sogenannte „Public Hotspots“. Wer sich hier einloggt, surft gratis, also ohne Roaming-Gebühren zu bezahlen oder das inkludierte Datenvolumen des Mobilfunkanbieters zu verbrauchen. Doch die Bequemlichkeit hat einen hohen Preis: die persönliche Sicherheit.

Sicherheitsrisiko WLAN
Foto: OcusFocus_iStock

Vielen Nutzern ist nicht bewusst, dass in einem offenen WLAN-Netz grundsätzlich nichts privat bleibt. Ob Zugangsdaten und Passwörter für Onlinedienste wie Facebook oder dem eigenen E-Mail-Konto – mit den dazugehörigen Programmen oder Apps ist es für Spezialisten ein Kinderspiel, besuchte Webseiten und abgerufene E-Mails auszuspionieren.

Hunderte potenzielle Mitleser

Öffentliche Hotspots verzichten in der Regel zugunsten der einfacheren Benutzung auf die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen. Sämtliche Nutzer, die im gleichen WLAN-Netz eingeloggt sind, können einander mit dem notwendigen Know-how belauschen – Privatsphäre gibt es so gut wie keine. Ein enormes Risiko wenn man bedenkt, dass an beliebten Hotspots auf Flughäfen, öffentlichen Plätzen oder auch Einkaufszentren zu Spitzenzeiten einige hunderte Menschen gleichzeitig im selben Netz eingeloggt sind.

WLAN nur bei Bedarf aktivieren

Dabei ist es keine Hexerei, zumindest die größten Sicherheitslücken zu schließen. Vor allem sollte die WLAN-Verbindung beim Smartphone oder Laptop nur dann aktiviert sein, wenn man sie tatsächlich benötigt. Der Hintergrund: Hat man sich einmal in ein mit Passwort gesichertes WLAN-Netz eingewählt, meldet sich das Gerät beim nächsten Mal automatisch an, sobald man in Reichweite ist. So kann es passieren, dass man unbemerkt online und damit auch angreifbar ist.

Auf sichere Verbindungen achten

Grundsätzlich gilt: Sensible Webseiten wie etwa Onlinebanking sollten in öffentlichen bzw. offenen Netzwerken unbedingt vermieden werden. Denn nur weil ein Hotspot per Passwort gesichert ist, bedeutet es nicht, dass er auch sicher ist. E-Mails sollten ausschließlich über eine dauerhafte HTTPS-Verbindung abgerufen werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, verwendet ein Virtual Private Network (VPN): Diese Sicherheitssoftware schickt die Daten durch einen virtuellen Tunnel zu einem ausländischen Server und schließlich weiter an die Zieladresse. Potenzielle Mitleser bleiben dadurch ausgesperrt.