von: mediamag.at-Redaktion

So entkalken Sie Ihre Geräte

Kampf dem Kalk

Kalkablagerungen sind nicht nur hässlich, sie erhöhen auch den Energieverbrauch von Geräten und können schwere Schäden verursachen. Wer richtig entkalkt, verlängert die Lebensdauer seiner Maschinen.

Kalk greift Oberflächen an und ist Brutstätte für Bakterien.
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Wie häufig Haushaltsgeräte entkalkt werden müssen, hängt von der Wasserhärte, also dem Kalkgehalt des Wassers, ab. Welchen Härtegrad das Wasser in Ihrer Gemeinde hat, erfahren Sie zum Beispiel beim Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft oder direkt bei Ihrer Gemeinde.

Entkalken ist bei Kaffeemaschinen auch eine Frage der Hygiene.
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Kaffee mag keinen Essig

Was Oma noch wusste, kann heute zu schweren Schäden führen. Essig ist für die Entkalkung von Kaffeemaschinen nicht geeignet. In modernen Geräten sind Metall- und Kunststoffteile verbaut, die von Säuren schwer in Mitleidenschaft gezogen und zerstört werden können. Am besten geeignet sind spezielle Entkalker für Espressomaschinen oder Kaffeeautomaten. Regelmäßiges Entkalken erhöht die Lebensdauer der Maschine und sorgt für eine gleichbleibend hohe Qualität des Kaffees. Auch aus Hygienegründen sollten Kaffeemaschinen regelmäßig, also etwa alle sechs Monate, entkalkt werden. Dank automatischer Entkalkungsprogramme ist das keine große Hexerei und schnell erledigt. Tipps zur Reinigung der Kaffeemaschine finden Sie in diesem Artikel.

Auch die Waschmaschine muss entkalkt werden.
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Flauschige und saubere Wäsche

Kalkbeläge sind wahre Luxusrefugien für Keime und Bakterien. Spätestens, wenn die Wäsche nach dem Waschen muffelt, wird es Zeit, die Waschmaschine zu entkalken. Besser rückt man dem Kalk aber schon vorher auf den Leib. Moderne Waschmittel beinhalten bereits Wasserenthärter, öfter als zwei- bis dreimal im Jahr muss man die Waschmaschine daher nicht entkalken. Auch die Waschmaschine verträgt Essig oder Zitronensäure nur schlecht. Am sichersten arbeitet man auch hier mit speziellen Entkalkern, die die Ablagerungen schonend entfernen.

Spülmaschinen müssen auch hin und wieder entkalkt werden.
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Glänzendes Geschirr

Es kann notwendig sein, die Geschirrspülmaschine zu entkalken, selbst wenn Entkalker-Tabs verwendet werden und der Salzbehälter immer gefüllt ist. Freiliegende Heizstäbe können trotzdem verkalken und dadurch an Leistung einbüßen. Auch hier ist das Thema Hygiene wesentlich, trotzdem genügt eine jährliche Entkalkung in der Regel. Grundsätzlich gilt: Sobald sich am Heizstab Verkalkungen abzeichnen, sollte entkalkt werden. Ohne Geschirr wird dazu die Maschine mit speziellen Entkalkungsmitteln bei mindestens 60° ohne Vorspülprogramm durchgespült. Essig oder Zitronensäure sind nur bedingt und in geringster Dosierung geeignet, im Zweifel sollte die Gebrauchsanweisung genau durchgelesen werden.

Ein kaputter Heizstab kommt teurer als regelmäßiges Entkalken.
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Wasserkocher brauchen Pflege

Sie sind täglich im Gebrauch und heizen in kürzester Zeit das Wasser auf. Dementsprechend schnell verkalken Wasserkocher auch. Sie können einfach mit Essig oder Zitronensäure behandelt werden, sofern der Hersteller nicht davon abrät. Wer chemiefrei entkalken möchte, lässt entweder eine leichte Essigmischung oder den Saft von zwei Zitronen und Wasser aufkochen und spült hinterher gründlich mit frischem Wasser nach.

Wasserkocher brauchen viel Pflege.
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Bügeleisen entkalken

Wer mit destilliertem Wasser bügelt, erspart sich das Entkalken generell. Wird aber Leitungswasser verwendet, müssen Bügeleisen sogar recht häufig entkalkt werden. Die Ablagerungen verstopfen die feinen Düsen, was sich durch einen verminderten Dampfaustritt bemerkbar macht.

Verstopfte Düsen stoßen weniger Dampf aus.
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Essig und Zitronensäure sind auch hier ungeeignet, spezielle Entkalker erledigen die Arbeit sicher und schnell.