von: mediamag.at-Redaktion

So funktioniert ein Iris-Scanner

Wer arbeitet am neuen Feature?

Schon bald soll das Smartphone mit nur einem Blick seines Benutzers entsperrt werden können. Die Technologie dahinter heißt Iris-Scanner und soll schon in den nächsten Jahren marktreif sein.

Iris-Scanner
Foto: Vladimir Arndt/iStock

Biometrie als Schlüssel

Neben dem Fingerabdruck verfügt der menschliche Körper noch über weitere einzigartige Merkmale, mit denen man die Identität des Benutzers einwandfrei nachprüfen kann. Nach dem Sensor für die Fingerspitzen wird jetzt an einem Scan des menschlichen Auges gearbeitet.

Die ersten Geräte, die die neue Technologie verbaut haben, sind Microsofts „Lumia 950“ und „Lumia 950 XL“. Neben den beiden heute üblichen Kameras findet man auf den beiden Smartphones noch einen Infrarot-Sensor, der das Auge – genauer gesagt die Netzhaut – abtastet.

Iris-Scanner haben desöfteren Probleme mit Kontaktlinsen und Brillen
Foto: mediaphotos/iStock

Wie funktioniert ein Iris-Scan?

Mit einem speziellen Lesegerät werden bis zu 260 individuelle Merkmale im menschlichen Auge erfasst. Da sich die Retina im Lauf der Jahre kaum verändert, dient sie besonders gut zur lebenslangen Identifikation einer Person. Außerdem: Bei Tests haben Experten festgestellt, dass es quasi unmöglich ist, dass zwei Menschen dieselben Merkmale entwickeln und damit vertauscht werden könnten.

Die technischen Herausforderungen

Vor allem bei Benutzern mit Brillen und Kontaktlinsen kann es vorkommen, dass der Scan nicht ordnungsgemäß vorgenommen wird. Auch zu grelles Sonnenlicht oder tiefe Dunkelheit nehmen starken Einfluss auf den Scan. Hier liegen wohl die größten Herausforderungen für die praktische Anwendung der biometrischen Methode.

Wer arbeitet daran?

Keiner der Smartphone-Hersteller lässt sich in puncto Iris-Scanner wirklich in die Karten blicken. Derzeit wird vor allem Apple in Verbindung mit der biometrischen Sicherheits-Maßnahme gebracht. Laut Gerüchten soll aber auch Samsung für das „Galaxy Note 7“ an einer ähnlichen Technologie arbeiten. Die ersten Telefone mit Iris-Scanner sind vermutlich nicht vor 2017 oder gar 2018 zu erwarten.