von: mediamag.at-Redaktion

Espresso versus Filterkaffee

Die wichtigsten Merkmale

Beide stecken voller Kraft der Arabica- und/oder Robustabohnen, aber Röstung und Zubereitung machen den Unterschied.

Espresso und Kaffee unterscheiden sich durch die Bohnen.
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Espresso und Filterkaffee teilen Koffeinfreunde in zwei Lager: Die einen schwören auf den puren und starken Geschmack. Die anderen wollen mehr Aromen schmecken und nehmen dafür auch mehr Bitter- und Gerbstoffe in Kauf.

Die Röstung macht’s.

Die Röstdauer entscheidet darüber, ob Espresso- oder Kaffeebohnen entstehen. Espressobohnen werden länger geröstet, sie sind dunkler und haben eine glattere Oberfläche. Außerdem glänzen sie mehr, da Öle und Fette nach außen treten. Je länger die Röstung dauert, desto mehr Säuren werden abgebaut.

Bei Filterkaffee beträgt die Kontaktzeit mit dem Kaffeemehl bis zu sechs Minuten.
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Unterschiedliche Zubereitung

Espresso wird unter besonders hohem Druck (mind. 9 Bar) und einer Wassertemperatur zwischen 88 und 94°C zubereitet. Beim Filterkaffee wird das Wasser auf 92 bis 96°C erhitzt und ohne Druck gearbeitet. Crema kann sich durch den fehlenden Druck nicht entwickeln. Die Wasserkontaktzeit beträgt beim Espresso 20 bis 25 Sekunden bzw. bis zu sechs Minuten beim Filterkaffee. Der Mahlgrad für Espresso ist feiner als für Kaffee.

Die Kontaktzeit mit dem Kaffeemehl beträgt bei Espresso 20 bis 25 Sekunden.
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Gesundheitliche Aspekte

Obwohl Kaffee immer noch nicht zur Gänze entschlüsselt ist, hat sich gezeigt, dass er den Stoffwechsel antreibt. Regelmäßiger Konsum wirkt sich bei gesunden Menschen nicht nachteilig auf Herz und Kreislauf aus. Magen und Darm werden von Koffein angeregt. Neuere Studien haben gezeigt, dass das Risiko für Diabetes Typ 2 gesenkt werden kann. Die Funktion des Kaffees als Wach- und Stimmungsmacher kennt man oft aus eigener Erfahrung.

Kaffee am besten ohne Schlagobers, Zucker oder Sirup genießen.
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Was weniger bekannt ist, ist die Tatsache, dass eine Tasse Espresso rund die Hälfte weniger Koffein als eine Tasse Kaffee enthält. Espresso weist durch die kurze Zubereitungszeit auch weniger Säuren auf und ist dadurch verträglicher für den Magen.

Ein weiterer Fakt in puncto Gesundheit ist, dass der pure Kaffeegenuss gesünder ist, als wenn Schlagobers, Zucker oder Sirup hinzugefügt werden. Wer mehrere Heißgetränke dieser Art pro Tag trinkt, sollte den erhöhten Kalorienkonsum mitbedenken.