von: mediamag.at-Redaktion

So wird die Kamera wieder sauber

Die besten Pflegetipps für Spiegelreflexkameras

Die hochwertigste digitale Systemkamera nützt nichts, wenn die Qualität durch Schmutz auf Sensor und Objektive beeinträchtigt wird. Denn schon kleinste Staubpartikel im empfindlichen Innenleben der Kamera sorgt für unschöne Flecken auf dem Foto. Mit den folgenden Tipps glänzen Fotoapparat und Bilder gleichermaßen.

So wird die Kamera wieder sauber
Foto: har-8/iStock

Schon klar: Es gibt sicher spannendere Tätigkeiten, als die Kamera von lästigem Staub zu reinigen. Allerdings zahlt es sich aus, das Innere von Spiegelreflexkameras konsequent sauber zu halten. Als Belohnung winken Fotos ohne störende Bildfehler. Und das spart nicht zuletzt bei der Nachbearbeitung viel Zeit.

Die besten Pflegetipps für Spiegelreflexkameras
Foto: Yuri_Arcurs/iStock

Keine Chance dem Staub

Die wichtigste Grundregel gleich zu Beginn: Die beste Kamerapflege besteht darin, den Schmutz erst gar nicht eindringen zu lassen. Anders formuliert bedeutet das: Beim Objektivwechsel die Kamera mit der Öffnung nach unten halten, um den Staub möglichst daran zu hindern, sich auf der empfindlichen Sensor-Oberfläche festzusetzen. Vor allem Blütenstaub ist allerdings extrem hartnäckig. Aus diesem Grund sollte man es möglichst vermeiden, Objektive in staubiger Umgebung zu wechseln.

Der Flecken-Test

Um zu checken, ob der Sensor verschmutzt ist, kann man bei möglichst geschlossener Blende eine Aufnahme von einem gut beleuchteten, weißen Blatt Papier machen. Sind auf dem Computerbildschirm bei voller Bildschirmgröße dunkle Flecken zu erkennen, ist eine Putzaktion angesagt.

Vorsicht bei  Sensor-Reinigung
Foto: ra3rn/iStock

Vorsicht bei Sensor-Reinigung

Grundsätzlich sollten zur Reinigung der Kamera stets nur dafür vorgesehene Reinigungssets verwendet werden. Außerdem ist es ratsam, vor der ersten Reinigung die Bedienungsanleitung der Spiegelreflexkamera zu studieren. Der erste Schritt sollte die Selbstreinigungsfunktion der Kamera sein, falls vorhanden. Um den Sensor von gröberem Schmutz zu befreien, muss der Akku der Kamera vollgeladen sein. Der Grund: Bei einer Spiegelreflexkamera muss der Spiegel via Dauerbelichtung während der Reinigung hochgeklappt werden.

Druckluft als No-go

Die sensible Sensoroberfläche wischt man mit einem leicht angefeuchteten Reinigungsstäbchen ab. Vorsicht: Nicht zu fest andrücken und keinesfalls zu viel Reinigungsflüssigkeit verwenden! Ein absolutes No-go ist übrigens die Verwendung von Druckluft. Natürlich sollte man auch nicht versuchen, den Sensor durch Blasen zu reinigen – dadurch wird er nur noch schmutziger.

Objektive: Die Augen der Kamera
Foto: Amy_Lv/iStock

Objektive: Die Augen der Kamera

Verschwommene und unscharfe Fotos deuten meist auf Verschmutzungen des Objektivs hin. Bei Staub auf der Linse empfiehlt sich die Verwendung eines Reinigungspinsels oder eines geeigneten Blasebalgs. Ist der grobe Schmutz entfernt, kann die Linse mit einem Mikrofasertuch gesäubert werden. Ist man öfter Outdoor unterwegs, helfen farbneutrale UV-Filter dabei, die Oberfläche der Objektive von vornherein zu schützen. Die Anschlüsse der Kamera sollten ebenso sauber gehalten werden – nur so ist eine korrekte Datenübertragung auf lange Sicht sichergestellt. Den Schnittstellen kann man durchaus mit Druckluft zu Leibe rücken.

Objektive: Die Augen der Kamera
Foto: Yuri_Arcurs/iStock

Auch das Gehäuse will sauber sein

Last, but  not least, sollte man auch das Gehäuse regelmäßig sauber machen – und zwar durchaus mit einem feuchten Tuch. Keinesfalls jedoch Lösungsmittel wie Alkohol oder Benzin verwenden, das diese das Gehäuse angreifen. Anschließend mit einem sauberen Tuch trocknen. Wasserfeste Kameras sollten übrigens nach jedem Salzwasser-Tauchgang mit Süßwasser abgespült werden, ums Salzflecken zu vermeiden. Wichtig: Die Kamera keinesfalls eigenhändig öffnen oder in ihre Bestandteile zerlegen, denn dann erlischt die Garantie des Herstellers.