von: mediamag.at-Redaktion

SOS Festplatte

So halten Hard Disks (fast) ewig

Festplatten stecken in Tablets, Smartphones, Laptops und Computern. Sie bewahren unsere persönlichen Daten und halten unseren Alltag am Laufen. Damit das möglichst lange so bleibt, sollte man sie stets gut behandeln.

SOS Festplatte
Foto: &#169 Achim Prill_iStock

Mit elektronischen Bauteilen ist es so eine Sache: Sie schätzen konstante Arbeitsbedingungen. Alles, was sie aus ihrem Alltags-Trott reißt, strafen sie mit Fehlfunktionen. Festplatten als das Gedächtnis aller Computer sind in dieser Hinsicht sogar noch eine Spur zickiger: Temperaturschwankungen, Vibrationen, Stöße, Feuchtigkeit, Magnetfelder oder Stromschwankungen sollte man unbedingt vermeiden. Die größten Gefahren für Ihre Daten im Überblick:

Hitze

Hitze
Foto: Vasko_iStock

Die wenigsten User wissen: De facto sind Festplatten nicht für den Freiluftbetrieb ausgelegt, sondern nur für klimatisierte Büroräume. Wer externe Festplatten im Freien liegen lässt, spielt mit seinen Daten russisches Roulette. Bereits ab 35 Grad droht Informationsverlust. Moderne SSDs vertragen zwar etwas mehr, doch zur Mittagszeit etwa auf dem Armaturenbrett im Auto vergessen, gehen auch sie schnell k.o. Vorsicht auch vor dem „Sofa-Effekt“, wenn bei mobilen Geräten die Lüftung blockiert wird.

Kälte

Kälte
Foto: Krystian Nawrocki_iStock

Im Gegensatz zur Hitze bedeuten Minustemperaturen nicht den unmittelbaren Daten-Tod. Das tatsächliche Risiko besteht aber im Klimaschock, wenn die Harddisk wieder auf Raumtemperaturen erwärmt wird. Bildet sich dabei Kondenswasser, sind Festplatte und andere Bauteile in höchster Gefahr. Das gilt auch für Smartphones und Tablets. Um einen Crash zu vermeiden, das Gerät möglichst mehrere Stunden nicht einschalten und langsam aufwärmen lassen – aber keinesfalls auf die Heizung legen!

Stöße

Stöße
Foto: ploveking_iStock

Zugegeben, moderne SSD-Platten sind um ein Vielfaches unempfindlicher gegenüber kinetischen Einflüssen als althergebrachte Hard Disks. Letztere arbeiten mit empfindlichen Schreib-Leseköpfen im Nanometerbereich und reagieren äußerst empfindlich. Die gute Nachricht: Sind die Daten nach einem Crash nicht mehr lesbar, sind sie nicht zwangsläufig verloren, sondern können mit gängigen Recovery-Verfahren oft wiederhergestellt werden.

Überspannung

Überspannung
Foto: vectorarts_iStock

Ein einziger Blitz genügt, und die Daten aus vielen Jahren sind futsch. Tatsächlich bedeutet Überspannung nicht nur für Festplatten, sondern meist auch für den kompletten Rechner den sicheren Daten-Tod. Dabei wäre die Lösung so einfach: Steckerleisten mit integriertem Überspannungsschutz bieten Sicherheit