von: mediamag.at-Redaktion

Speichern für die Ewigkeit

So lange halten DVD, Festplatte & Co.

Was bleibt? Diese philosophische Frage stellt sich wohl jeder Mensch irgendwann im Leben. Die mögliche Antwort ist profan – denn auch die Datenträger sind längst so schnelllebig wie unsere Gesellschaft selbst. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, dass das eigene Vermächtnis für die Nachwelt erhalten bleibt, sollte bei der Wahl des Speichermediums genau hinsehen.

So lange halten DVD, Festplatten & Co.
Foto: jat306/iStock

Mit der Erfindung der Diskette im Jahr 1969 begann die Ära der tragbaren, digitalen Datenträger. Trotz ihrer – aus heutiger Sicht lächerlich geringen – Speicherkapazität zwischen 80 Kilobyte und 3,4 Megabyte hielt die „Floppy“ zumindest in einer Kategorie mit modernen Speichermedien mit: In der Theorie betrug ihre Lebensdauer damals bereits fünf bis 30 Jahre. In der Praxis sorgte der hohe physische Verschleiß der Magnetscheibe dafür, dass die Daten meist schon nach kürzester Zeit unlesbar wurden.

Optische Speichermedien

Moderne, optische Datenträger wie CDs, DVDs oder Blu-rays sind im Vergleich viel zuverlässiger. Sie sind preiswert, leicht, nahezu unverwüstlich und halten – laut Herstellerangaben – zwischen 30 und 100 Jahre. Doch auch hier ist Vorsicht geboten: Diese Zeitangabe bezieht sich ausschließlich auf gepresste Discs – bei ihre gebrannten Verwandten gehen die Daten oft früher flöten.

Optische Speichermedien
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Festplatten

Festplatten
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Externe Festplatten mit USB- oder Firewire-Anschluss geben gute Langzeitspeicher ab. Bei geringem Platzbedarf und gutem Preis-Leistungs-Verhältnis speichern sie problemlos riesige Datenmengen. Platten, die nicht tagtäglich beschrieben werden, können durchaus zehn Jahre und länger halten. Voraussetzung ist aber eine perfekte Lagerung. Interne Festplatten funktionieren im Durchschnitt nur fünf Jahre. Vor allem Stöße und Temperaturunterschiede wirken sich negativ aus.

Flashspeicher

SSDs und USB-Sticks eignen sich grundsätzlich hervorragend, um Daten über die Zeit zu bringen. Ihre Lebensdauer wird prinzipiell nur vom Verschleiß begrenzt – und vor allem von der Anzahl der Schreibzyklen. Wer seine SSD also nur gelegentlich neu beschreibt, ist auf der sicheren Seite.

Flashspeicher
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