von: mediamag.at-Redaktion

Sprachsteuerung leicht erklärt

Das Prinzip hinter den digitalen Kommandozentralen

Sprachsteuerung löst die Befehlseingabe per Touchscreen oder Tippen auf der Tastatur immer häufiger ab. Die allgegenwärtige Vernetzung mit dem Internet macht dies möglich.

Sprachsteuerung erleichtert das Ausführen von Apps und Funktionen.
Foto: Andrey Suslov/iStock

Seine Geräte durch Zuruf steuern wird zunehmend salonfähig. In immer mehr Wohnräumen steht eine dezente kleine Sprachsteuerungsbox mit stylischen LED-Streifen, wenn dieser virtuelle Assistent aktiviert wird. Am Smartphone ist das Diktieren von SMS ebenso beliebt wie die Zielbekanntgabe per Stimme am Navi.

Erweiterte Datenerfassung

Die linguistische Datenverarbeitung der gesprochenen Wörter, Befehle und Fragen in für Computer verständliche Algorithmen ist die Grundvoraussetzung für Sprachsteuerung. Danach geht Sprachsteuerung schrittweise und überraschend schnell voran:

  1. Herstellung einer Internetverbindung
  2. Aufnahme individueller Spracheingaben/Befehle
  3. Komprimierung der aufgezeichneten Daten
  4. Verschicken der Datei an den Server des jeweiligen Produktanbieters (z.B. Google Assistant, Siri, Alexa etc.)
  5. Analyse des Textes mit spezieller Software
  6. Feedback an den User oder Starten der gewünschten App oder Funktion

Kommunikatives Umfeld

Man könnte sagen, die Sprachsteuerung am Smartphone hat das Eis gebrochen. Was als witzige Spielerei (meistens mit der Frage nach dem Wetter) begann, hat sich in wenigen Jahren – 2011 startete Apple mit Siri im iPhone 4S – zur alltagstauglichen Innovation gemausert. Maus und Tastatur verlieren stetig an Bedeutung. Das ist ein großer Sprung in Richtung Barrierefreiheit und Userfreundlichkeit bei PCs, Tablets, Navis, Haushaltsgeräten und Spielkonsolen.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Sprachsteuerung ist als digitaler Assistent sehr beliebt. Übersetzung in viele Sprachen oder die Suche nach Orten ist nicht nur auf Reisen praktisch. E-Mails oder SMS-Nachrichten werden stimmlich verfasst. Termine werden auf Nachfrage aufgesagt. Eine Alarmzeit für den Wecker kann angesagt werden. Notizen werden gesprochen und verlässlich angelegt. Sportereignisse und Filmdetails können ebenfalls abgefragt werden. Eigentlich ist Sprachsteuerung der freundliche und wissensreiche Joker-Kandidat, den man sich früher beim „Trivial Pursuit“-Spielen immer schon gewünscht hat.