von: mediamag.at-Redaktion

Tolle Knolle

Abwechslungsreiche Winterküche

In den kommenden Monaten lassen sich mit Bodenschätzen wie Pastinaken, Erdmandeln, roten Rüben oder Süßkartoffeln köstliche und gesunde Mahlzeiten zubereiten.

In den kommenden Monaten lassen sich mit Bodenschätzen wie Pastinaken, Erdmandeln, roten Rüben oder Süßkartoffeln köstliche und gesunde Mahlzeiten zubereiten.
Foto: OksanaKiian/iStock

Im Sinne der Regionalität verlagert sich das Gemüseangebot im Winter unter die Erde. Mit diversen Knollen lassen sich hervorragend Eintöpfe, Suppen, Aufläufe, Puffer und Püree kochen. Momentan sehr im Trend sind auch Gemüsechips aller Arten. Der beste Beweis, dass Gemüseküche nicht nur pikant sein muss, sondern auch süß sehr gut mundet, sind Pastinakenkuchen mit Kokos oder Rote-Rüben-Schoko-Brownies.

Pastinake: Helle Knolle, die nussig-süß schmeckt und der Petersilienwurzel sehr ähnlich sieht.
Foto: Eva Katalin Kondoros

Pastinake

Helle Knolle, die nussig-süß schmeckt und der Petersilienwurzel sehr ähnlich sieht. Frost erhöht den Zuckergehalt und das Aroma der Knolle. Ätherische Öle, Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen sowie ein sehr geringer Fettgehalt machen sie zum bekömmlichen Wintergemüse. Pastinaken können hauchdünn geschnitten mit Öl, Zimt, Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer zu Chips frittiert werden. Breitere Streifen werden köstliche Pommes. 

Rote Rübe

Ihr Geschmacksspektrum reicht von erdig bis obstartig-süß. Deshalb kann sie auch sowohl pikant als Salat – so wie man sie am ehesten kennt – oder auch gedünstet, als Auflauf mit Feta oder als Süßspeise in Form von Brownies oder Kuchen in Harmonie mit Schokolade genossen werden. Aufgrund der reichen Inhaltsstoffe (Vitamine A, C, B, Eisen, Folsäure, Magnesium, Jod, Kalium, Kalzium, Betain, Nitrat) ist die Rote Rübe für ihre gesunde, blutdrucksenkende, krebsvorbeugende Wirkung bekannt.

Aufgrund der reichen Inhaltsstoffe (Vitamine A, C, B, Eisen, Folsäure, Magnesium, Jod, Kalium, Kalzium, Betain, Nitrat) ist die Rote Rübe für ihre gesunde, blutdrucksenkende, krebsvorbeugende Wirkung bekannt.
Foto: letterberry/iStock

Erdmandel

Die kleinen Knollen, die im Bündel knapp unter der Erde wachsen, schmecken ähnlich süß wie Haselnüsse und haben einen hohen Stärke- und Zuckergehalt. Sie gedeihen wunderbar in unseren Breiten und werden nach dem ersten Frost geerntet. Getrocknet halten sie bis zu zwei Jahren, müssen dann aber einige Stunden vor dem Essen in Wasser eingeweicht werden. Geröstet sind sie ein vitaminreicher Snack. Der hohe Ballaststoffgehalt von Erdmandeln sorgt für langes Sättigungsgefühl.

Die kleinen Erdmandel-Knollen, die im Bündel knapp unter der Erde wachsen, schmecken ähnlich süß wie Haselnüsse und haben einen hohen Stärke- und Zuckergehalt.
Foto: siur/iStock

Knollenziest

Dieses würmchenhaft aussehende Gemüse mit Vitamin C und Calcium war unseren Urgroßeltern als Stachys bekannt, ist öfters in Asialäden zu sehen und feiert gerade sein heimisches Revival. Der Geschmack von Knollenziest wird zwischen Artischocke und Karfiol eingeordnet. Ungeschält können die Knöllchen roh gegessen oder im Wok mitgebraten werden. Gedünstet in einer cremigen Sauce sind sie ebenfalls schmackhaft. 

Sellerie

Wer Sellerie nur für die Suppe verwendet, handelt ihn unter seinem Wert. Er belebt den Speiseplan als Rohkostsnack, kann aber auch paniert und frittiert, gedünstet oder im Ofen überbacken werden. In Aufstrichen oder als Beigabe im Kartoffelpüree ist Sellerie ebenfalls passend.  In der Naturheilkunde ist er schon lange als Hilfe bei Rheuma, Gicht, Magenbeschwerden, Bluthochdruck und Entzündungen bekannt. Die stark antioxidative Wirkung der enthaltenen Polyphenole wirkt sich positiv auf das Körpergewebe aus.

Buchtipp

Knollen – Vergrabene Küchenschätze aus aller Welt, Peter Becker, Kosmos Verlag
Foto: Rogge & Jankovic Fotografen/Knollen, KOSMOS Verlag

„Knollen – Vergrabene Küchenschätze aus aller Welt",
Peter Becker,
Kosmos Verlag.

Kreative Rezepte wie Erdmandel-Puffer oder Dahlien-Zimt-Kuchen führen in die Welt der Gemüseknollen ein.