von: mediamag.at-Redaktion

USB-Anschluss: Eine Typologie

USB ist nicht gleich USB

Vor mehr als 20 Jahren wurde der USB-Standard eingeführt. Was damals als Vereinfachung für die Computer-Benutzer gedacht war, besteht mittlerweile selbst aus einer Vielzahl unterschiedlicher Standards und Spezifikationen.

USB-Anschluss: Eine Typologie
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Alles begann 1996: Damals feierte der „Universal Serial Bus“ nach Spezifikation 1.0 Weltpremiere. In einer Epoche, als noch serielle, parallele und PS/2-Verbindungen üblich waren, glich der einheitliche Standard einer Revolution. Im Jahr 2000 folgte die Spezifikation 2.0. Anstatt der bis dahin maximal möglichen Datenübertragungsrate von 12 Mbit/s waren dadurch plötzlich 480 Mbit/s möglich. Kein Wunder, dass diese Technik noch heute der meistverbreitete Standard ist. Seit dem Jahr 2011 setzte sich dann die Spezifikation 3.0 mit einer maximalen Datenraten von 4000 Mbit/s durch.

Unübersichtlich
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Unübersichtlich

In den folgenden Jahren wurde es kompliziert: Speziell für kleinere Geräte wie Kameras oder MP3-Player wurden ebenfalls seit Beginn des neuen Jahrtausends sogenannte Mini-USB-Verbindungen eingeführt. Diese sind im Vergleich zu herkömmlichen USB-Steckern rund 60 Prozent kleiner und arbeiten meistens nur in einer Richtung – also zum Versand von Daten oder zum Aufladen eines Geräts. 

Kleiner und schneller
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Kleiner und schneller

Eine Spur breiter, aber dafür nur noch 1,8 Millimeter hoch, ist der Micro-USB-Standard: Erhältlich sind die Anschlüsse in den Ausführungen Typ A und Typ B. Erstere sind komplett rechteckig, während Letztere trapezförmig enden. Im Gegensatz zu Mini-USB können Micro-USB in beide Richtungen arbeiten und auch mehrere Aufgaben zur selben Zeit erfüllen. 

Alleskönner USB Typ-C
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Alleskönner USB Typ-C

Wem das alles zu kompliziert ist, darf hoffen: Mit dem neuesten USB Typ-C ist eine neue Version drauf und dran, zum markenübergreifenden Standard zu werden. Der größte Vorteil: Die punktsymmetrische Form des Steckers macht es unmöglich, ihn verkehrt herum einzustecken. Darüber hinaus ist USB Typ-C mit allen bis dato veröffentlichten Spezifikationen von USB 1.0 bis USB 3.1 kompatibel und schafft Datenübertragungen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 40 GBit pro Sekunde. Als echter Alleskönner können mit USB Typ-C auch Monitore, Lautsprecher und Mikrophone angeschlossen werden. Ein Beispiel für den Einsatz des neuen USB Typ-C-Standards ist das neue MacBook Pro – Apple nennt es „Thunderbolt 3“. Aber nicht nur Daten werden schneller übertragen: Dank der gesteigerten Energieübertragung laden Mobilgeräte wie das LG G5 oder das Huawei P9 mit USB Typ-C spürbar schneller.