von: mediamag.at-Redaktion

Viv könnte Siri ablösen

Neue Generation von Sprach-Assistenten

Die Väter des Apple-Sprachassistenten „Siri“ haben ihr neues Projekt vorgestellt: „Viv“. Die neue künstliche Intelligenz wurde kürzlich auf der Start-up-Konferenz „Disrupt NYC 2016“ präsentiert.

Viv
Screenshot: TechCrunch/YouTube

Nachfolge für Siri?

Die Entwickler Dag Kittlaus und Adam Cheyer haben eine iOS-App entwickelt, die schon bald die Grundlage für eine neue Generation der Sprachsteuerung werden soll. Damit könnte „Viv“ die derzeitige Sprachsteuerung „Siri“ ablösen und künftig Fernseher, Mobilgeräte und sogar Autos steuern.

In diesem Video von der „Disrupt“-Konferenz erklärt Dag Kittlaus, wie die intelligente Sprach-Assistenz funktioniert. „Viv" kann sehr komplizierte Anfragen mühelos bewältigen, wie zum Beispiel die Frage: „Wird es übermorgen nach 17 Uhr bei der Golden Gate Bridge wärmer als 21 Grad sein?“

Im Gegensatz zu „Siri“ hat „Viv“ aber (noch) keine Stimme. Der Sprachassistent antwortet mit Informationen, wie etwa Texten und Bildern – aktiviert wird er allein durch Sprachbefehle­. Damit das digitale Helferlein in möglichst viele Systeme integriert werden kann, ist seine Programmierung sehr offen gehalten. Es kann mit anderen Apps kommunizieren, ist nicht auf eine Plattform beschränkt und bewältigt auch komplexe Anfragen.

Schluss mit App-Dschungel

Die größte Neuerung ist, dass „Viv“ das Installieren von unzähligen Einzel-Apps ersetzen soll. Als Beispiel: Wer sich eine „Quattro Staggioni" bestellen möchte, braucht nicht alle Apps der einzelnen Pizzerien aus der näheren Umgebung installieren. „Viv“ sucht sich den Webdienst des ausgewählten Restaurants und tätigt die Bestellung.

Eine erfolgreiche Pizzabestellung war übrigens auch die Feuerprobe der Entwickler, als sie den Sprachassistenten dem ersten Praxistest unterzogen. Möglich macht das die sogenannte „dynamic program generation“. Das ist eine Technologie die sich, wenn sie ausgeführt wird, in Echtzeit selbst verbessert.