von: mediamag.at-Redaktion

VR-Brillen im Smart Home

Oculus Rift, HTC Vive oder Microsoft HoloLens

Auf der Leinwand ist „Virtual Reality“ schon seit Langem angekommen. Sam Worthington kämpft sich in einem fremden Körper, der durch Bewusstseinsübertragung gesteuert wird, in „Avatar“ durch das exotische Pandora. In „Matrix“ muss Keanu Reevs als der Auserwählte gegen Computerviren in Menschengestalt ran und ein verrückter Professor wollte immer „Zurück in die Zukunft“. Die Faszination, mithilfe von Computerbrille und Konsorten in digitale Welten einzutauchen, ist riesengroß.

Microsoft
Foto: Microsoft

Was jahrelang nur auf der Leinwand zu bestaunen war, wird jetzt nach und nach auch für die breite Masse zugänglich. Diverse Virtual-Reality-Systeme haben nach jahrelanger Planung den Sprung auf den Markt geschafft. Die mittlerweile von Facebook aufgekaufte VR-Brille „Oculus Rift“ hat im vergangen Jahr durch ihren Verkaufsstart ordentlich für Schlagzeilen gesorgt. Diese lässt sich einfach an den PC anschließen und sofort taucht der Nutzer in die virtuelle Welt ein. Spiele, Filme oder interaktive Inhalte lassen sich damit auf eine neue, unentdeckte Art und Weise erleben. 

Microsoft
Foto: Microsoft

Home Smart Home 

Der Fokus beim Thema Virtual Reality liegt in der Regel im Unterhaltungsbereich, doch über kurz oder lang werden die Brillen und ihre verbundenen Möglichkeiten auch im sogenannten "Smart Home" ihren Platz finden. Beim Planen oder Einrichten von Wohnungen und Häusern, können Architekten schon jetzt auf die Möglichkeit der Virtual-Reality-Brille zurückgreifen. Zusammen mit dem Kunden kann durch die Brille ein realistischer Eindruck von Bauprojekten und Einrichtung erzielt werden. Auch im Bereich smarter Haustechnik kann die VR-Brille eine führende Rolle übernehmen. Virtuelle Welten bieten nicht nur neue Möglichkeiten im Bereich Informationsaufbereitung, sie erlauben auch die Interaktion mit Einstellungen und Konfiguration. Das bedeutet: Smarte Geräte mithilfe der VR-Brille steuern und überwachen. Oder einfach am Sofa sitzend einen virtuellen Streifzug durch die eigenen vier Wände vornehmen.

HoloLens als große Nummer

Microsofts Datenbrille gilt im Bereich des smarten Zuhauses als Benchmark. Bildinhalte werden via „HoloLens“ auf Flächen im Blickfeld des Benutzers projiziert. Die auf Windows 10 basierende Datenbrille erlaubt zum Beispiel ein 3D-Modell auf dem Wohnzimmertisch darzustellen und verwendet Flächen, die im Blickfeld liegen, als virtuelle Leinwände auf denen die Bilder oder Videos vom letzte Urlaub gezeigt werden können. Es geht aber noch weiter: Mit der „HoloLens“ können projizierte Objekte auch „angefasst“ oder „bewegt“ werden. Die bis dato gezeigten Demos von Microsoft, lassen darauf hoffen, dass interaktive Hologramme mittelfristig zur Realität werden. Selbstbewusst bezeichnetet Microsofts Chefentwickler die HoloLens als „den fortschrittlichsten holografischen Computer, der jemals entwickelt wurde“. Denn die Datenbrille wird auch ohne Verbindung zu Computer oder Smartphone funktionieren und zudem ohne Kabel auskommen. Derzeit werden Ideen gesammelt, wie die „HoloLens“ in der Praxis genutzt werden kann. Koppelt man beispielsweise seine Datenbrille mit dem smarten Kühlschrank, so kann diese per App im Kühlschrank eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Zutaten vornehmen und einen entsprechenden Rezeptvorschlag geben.

Die VR-Brillen im Bild

Die Möglichkeiten, die durch Virtual Reality erschlossen werden, sind wahrlich grenzenlos. Es wird auch nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die Technologie zur breiten Masse der Verbrauchern durchdringt.