von: mediamag.at-Redaktion

Was ist eigentlich ein Chatbot?

Alles über die virtuellen Assistenten

Egal, ob wir wissen wollen, wie das Wetter ist, was für Filme im Kino laufen oder was wir einkaufen müssten, um einen Kuchen zu backen: Bots können uns weiterhelfen. Ein kleiner Überblick darüber, was die Technik kann und wie sie funktioniert.

Chatten am Handy
Foto: utah778/iStock

Wenn Sie „Wie wird das Wetter heute?“ eintippen, lautet die Antwort des Wetter-Bots: „Es kommt Regen und 23° C sind angesagt, ich würde also an deiner Stelle einen Regenschirm mitnehmen“. Noch stecken die sogenannten Chatbots, also Kommunikations-Programme mit Ein- und Ausgabemasken, die in natürlicher Sprache mit dem jeweiligen User auf intelligente Weise kommunizieren, zwar in den Kinderschuhen. Den Entwicklern zufolge sollten sie jedoch bald intelligent mit uns kommunizieren können. 

Renaissance und Hype

Auf der jährlichen Entwickler-Messer F8 stellte Facebook jedenfalls eine ganze Reihe diese smarten Helfer vor. Sie funktionieren über die verschiedenen Plattformen, also zum Beispiel den „Messenger“, per E-Mail, SMS oder innerhalb bestehender Online-Dienste. Sie updaten, übernehmen eine Art Kundendienst- und Informationsfunktion, helfen bei der Online-Suche, können bei Reisebuchungen unterstützen und noch vieles mehr. Mit anderen Worten: Sie sollen dem User das Leben mit künstlicher Intelligenz vereinfachen, in dem wir mit ihnen wie mit einem Freund per Chat kommunizieren.  

Die Bot-List

Mann mit Regenschirm
Foto: BraunS/iStock

Viele Unternehmen haben angekündigt, in der Kommunikation mit Nutzern und Kunden auf solche Bots setzen zu wollen. Bereits verfügbare und solche, die noch in der Entwicklung stecken, sind in einem App-Store für Bots gelistet.

Noch sind die Funktionsweisen und die Kommunikationsfähigkeit dieser Programme etwas eingeschränkt und nur zum Teil tatsächlich einsatzbereit. In Österreich erhältlich ist derzeit zum Beispiel „Hyper“ eine App für das iPhone, das als Reise-Concierge funktioniert. Nach einem kurzen Chat bucht es Ihnen den nächsten Flug.

Neu ist auch „Poncho“, eine Chatbot-Katze im Regenmantel, die Ihnen das Wetter verrät – vielleicht auch bald außerhalb der USA und nicht nur auf Englisch.  

Die erste plaudernde Software

Bereits vor 50 Jahren gab es die erste plaudernde Software. Erfunden hat sie ein Vorreiter der Erforschung künstlicher Intelligenz, der Informatiker Joseph Weizenbaum. „Eliza“ ist eine virtuelle Psychotherapeutin und die Mutter aller Chatbots. Sie baut auf ein Sprachen-Computerprogramm mit Dialog-Algorithmus.

Seither gab es viele verschiedene Bots: 2001 stellte AOL mit dem damals führenden Messenger AIM „SmarterChild“ vor, der etwas zu Wetter, Nachrichten und Kinoprogramm zu sagen hatte. Moderne Chatbots von Facebook und Microsoft haben mittlerweile selbstlernende Algorithmen, die mit jeder Interaktion dazulernen, sowie sogenannte „Big-Data-Analysen“, die individuelle, also nutzerspezifische Antworten liefern. Mit anderen Worten: Sie werden immer besser.