von: mediamag.at-Redaktion

Weck den Arnautovic in Dir!

Zur EM ist der Man Bun auf aller Köpfe

Selten, dass ein Männerfrisurentrend derart um sich greift, wie es gerade der Man Bun, der Top Knot oder auch Undercut Bun tut. Und doch: Es ist wohl die EM-Frisur 2016.

Marko Arnautovic
Foto: Media Markt

Wir wollen natürlich keinen Aufruf starten, damit sich alle männlichen Fußballfans jetzt das Haupthaar wachsen und einen Undercut trimmen lassen. Fest steht aber, dass die Kicker-Profis schon öfter als Stil-Ikonen galten, was das Styling betrifft – da ist Austro-Star Marko Arnautovic in bester Gesellschaft:

Der walisische Nationalspieler Joe Ledley trägt seinen Undercut mit dazu passendem Hipster-Bart, Schwedens Zlatan Ibrahimovic mit dem sogennanten „Low Man Bun“ (weil im Nacken getragen) steht gemeinsam mit Teamkollegen Erik Johannson auf dem Rasen, der den Man Bun klassisch interpretiert. Undercut extrem – sprich kurzer Irokese – zeigt der Belgier Radja Nainggolan gemeinsam mit rasierten Augenbrauenlücken. 

Wer sich also fürs nächste Public Viewing – oder mit etwas Glück fürs Meet&Greet mit dem Fußballstar – die gemäßigtere Arnautovic-Variante machen möchte: Wir haben ein Tutorial-Video gefunden, das vorzeigt, wie die Frisur richtig sitzt.  

"Man Bun – Top Knot Tutorial"

Sollten Sie schon eine längere Haarpracht Ihr Eigen nennen können, geht die Frisur natürlich auch ganz klassisch und ohne Undercut – wie beim Real Madrid-Superstar Gareth Bale, der für Wales kickt. Dieses Video zeigt, wie der Style gelingt: 

„How to do a man bun - top knot hairstyle for men“

Aber woher kommt der Hype?

Begonnen hatte alles vor einigen Monaten, als der kalifornische Fitnesstrainer Brock O’Hurn „insta-famous“ (sprich: durch seine mehr als eine Million Follower auf Instagram berühmt) wurde – mit einem Video, das zeigte, wie er sich seine Haare zu einem Dutt zusammenband.

Der Clou: Das geschah mit nacktem und sehr durchtrainiertem Oberkörper. Der Hype um seine Person setzte sich noch einige Zeit fort – und reichte aus, um unter anderem auch dieses Video zu posten. 

Er hatte sich wohl vom Film „Thor – The Dark Kingdom“ und dem darin amtierenden Superhelden, Schauspieler Chris Hemsworth, inspierieren lassen – sowohl, was die Frisur betrifft, als auch, was das Oberkörpertraining angeht. 

Eigentlich nichts Neues

Man-Bun
Orlando Bloom – im Jahr 2006. Foto: EdStock/iStock

Aber: Schon vor zehn Jahren gab es unter den Promis den Trend, die Mähne länger, etwas verwuschelt und als Dutt zu tragen. Schauspieler Orlando Bloom, Fußballer David Beckham – und vor einigen Jahren auch Brad Pitt – machten es vor. Geht man noch ein Stückchen weiter zurück, gelangt man zu den Samurai, die schon das längere Haar zu einem Knödel zusammenfassten. Was wohl wiederum auch der Grund sein mag, warum der moderne Mann sich mit diesem Haarstyling identifizieren kann.  

Man-Bun
Foto: Rich Legg/iStock