von: mediamag.at-Redaktion

Wie funktioniert eigentlich GPS?

Alles über die weltweite Positionsbestimmung

Sie wissen, dass Ihr Handy Sie mit GPS ans Ziel führt. Aber wissen Sie auch, was GPS eigentlich ist? Wir erklären Ihnen, welche Technologie dahintersteckt und wie sie entwickelt wurde.

Navigation
Foto: AleksandarGeorgiev/iStock

Ratlose Gesichter über groß ausgefalteten Straßenkarten im Auto oder am Straßenrand: Das sieht man eigentlich nur noch selten. Der Grund: Unsere Smartphones und Navis führen uns beim Stadtbummel wie auch beim Wandern mittels GPS verlässlich ans Ziel.

Die Entwicklung

Das System heißt mit vollen Namen NAVSTAR GPS („Navigation Satellite Timing And Ranging – Global Positioning System“) und wurde in den 1970ern vom US-Verteidigungsministerium entwickelt. Das globale Positionsbestimmungssystem ist seit Juli 1995 voll funktionsfähig und kann mittlerweile eine Genauigkeit von wenigen Metern erreichen.

Die Satelliten

Der Grund: Es kreisen mehr als 24 stets aktive Satelliten in verschiedensten Umlaufbahnen um die Erde. Einige weitere sind ebenfalls in der Höhe von 20.200 Kilometer unterwegs, aber entweder in Reparatur oder nur als Ersatz gedacht. Insgesamt können also überall auf der Erde Signale von zwischen sechs und 12 Satelliten empfangen werden. Jeder davon sendet von seiner integrierten, sehr genauen Atomuhr die Zeit in Form eines langen Codes aus.

Wandergruppe unterwegs
Foto: Dramen Lovric/iStock

Triangulierung

Handys, Tablets oder auch Navis dienen als Empfänger dafür. Anhand der Laufzeit eines solchen Signals kann das Gerät jetzt seine eigene Position auf der Erdkugel berechnen. Für diese Entfernungsmessung werden allerdings mindestens drei Satelliten benötigt, um den genauen Standort zu triangulieren, aber noch besser sind vier Stück. Damit kann z.B. auch die Seehöhe bestimmt werden.

Ortungsdienst

Mittlerweile geht die Nutzung von GPS weit über jene der Ortsbestimmung für militärische und zivile Zwecke hinaus. Besonders Menschen, die gerne draußen unterwegs sind, schätzen GPS, z.B. als wichtigen Erfolgsmesser beim Activity Tracking ihres Wearables

Aber auch Spiele, wie beispielsweise „Pokémon Go“ könnten nicht ohne die GPS-Ortung auskommen.