von: mediamag.at-Redaktion

Zeitreise ins Jahr 1947: Das erste Polaroid

Die Entwicklung des Sofortbilds im Zeitraffer

Der Name Polaroid ist gleichbedeutend mit Sofortbildkameras und -bildern. Wir werfen einen Blick auf das erste dieser Geräte und seine Entwicklung.

Polaroid: Zeitreise der Sofortbildkameras.
Foto: RyanJLane/iStock

Am 21. Februar 1947 stellte Edwin Land der „Optical Society of America“ die allererste Sofortbildkamera der Welt vor. Sie produzierte in 60 Sekunden ein fertig entwickeltes Foto. Der besondere Fotoapparat des Physikers und Harvard-Absolventen war von Anfang an eine Sensation. Heute erleben die Schnappschuss-Geräte wieder einen Aufschwung, nachdem sie einige Jahre durch die Digitalfotografie verdrängt worden sind. Aktuellstes Polaroid-Modell ist die „Snap Touch“, eine digitale Sofortbildkamera.

Der „Trennbildfilm“

Bahnbrechend bei der 1947 vorgestellten „Land Camera Model 95“ war der „Trennbildfilm“, der erstmals eine Dunkelkammer ersetzte, indem er das belichtete Negativ unmittelbar nach dem Abdrücken auf ein Positiv übertrug. Eineinhalb Jahre später wurde das erste Gerät verkauft.

In den darauffolgenden Jahren gingen die Fotoapparate mit dem Namen Polaroid millionenfach über die Ladentresen. Spätestens mit dem Modell „SX-70“, das im Jahr 1973 auf den Markt kam, waren die besonderen Bilder mit dem weißen Rahmen Kult. Mit einem Surren spuckte diese Kamera Integralfilm-Bilder aus, dessen Motive in weniger als einer Minute selbstständig Gestalt annahmen.

Polaroid: 1947 wurde die erste Sofortbildkamera vorgestellt.
Foto: OppidumNissenae/CC-BY-SA-4.0/Creative Commons

Das Unternehmen

Land, der innovative Kopf hinter der heute weltweit bekannten Marke Polaroid, hatte seine Firma 1937 gegründet und sich auf die Herstellung von Polarisationsfilter spezialisiert, die auch für Sonnenbrillen eingesetzt wurden. Erst die Erfindung der speziellen Kamera ließ das Unternehmen zu einer Weltmarke werden, die in Glanzzeiten bis zu 20.000 Mitarbeiter beschäftigte.

Die Idee

Laut Land selbst sei er 1943 in einem Familienurlaub im amerikanischen Santa Fe auf die Idee dazu gekommen. Auslöser war eine Frage seiner dreijährige Tochter: Sie wollte wissen, warum sie die Fotos, die er von Bergen, Schnee und Himmel machte, nicht auch sofort sehen konnte. Einige Stunden später, so behauptete Land, habe er die Eckdaten der Sofortbildkamera im Kopf gehabt.