von: mediamag.at-Redaktion

Zeitreise ins Jahr 1982: Smiley-Emoticon entsteht

Die Geburtsstunde von Emoticons und Emojis

Aus der Zeichenkombination „:-)“ ist in den vergangenen 35 Jahre ein weltweit bekanntes Symbol geworden. Wir blicken zurück auf die Entstehungsgeschichte des Emoticon-Smileys.

1982: Die Geburtsstunde des elektronischen Smileys.
Foto: Povareshka/iStock

Heute kommt kein Chat ohne sie aus: Emojis. Entstanden aus einer Kombination von Satzzeichen bereichern sie eine Textnachricht mit bildlichen Emotionen. Wir blicken zurück ins Jahr 1982, um das heute so gängige Kommunikationsmitteln zu seiner Geburtsstunde zu begleiten. Davor gehen wir noch auf Zeitreise ins Jahr 1963, zum eigentlich Ursprung des Smileys.

Lächeln auf Gelb

So sieht der echte Smiley aus.
Foto: Garchy/CC BY-SA 4.0/Wikimedia Commons

Den gelben Kreis mit dem grinsenden Gesicht – sprich: den Smiley selbst – hat der Amerikaner Harvey Ball im Jahr 1963 erfunden. Damals erhielt seine Werbefirma den Auftrag, die Arbeitsmoral von Angestellten der Versicherungsgesellschaft State Mutual Life Assurance Cos. of America mit lustigen Anstecknadeln wieder zu heben. Der Entwurf des Smileys kostete seinem Urheber angeblich zehn Minuten Arbeitszeit – und brachte ihm nur 45 Dollar Gage.

Rasche Verbreitung

Harvey Balls Fehler war, dass er sich nie ein Patent auf seine „Erfindung“ gesichert hatte. Aber: Wer konnte auch ahnen, dass ein lächelndes Strich-Gesicht derart Erfolg erzielen und nur wenige Jahre später viele Millionen Ansteck-Buttons, Sticker und T-Shirts zieren würde.

Doppelpunkt, Bindestrich & abschließende Klammer

Die Tastenkombination für den Smiley.
Foto: Dimitris66/iStock

Zum Strichmännchen aus Satzzeichen – sprich zum elektronischen Smiley – wurde das bereits bestens bekannte Lächeln dann erst einige Jahre später. Es war der 19. September 1982, als Scott E. Fahlman, angehender Professor für Informatik an der Carnegie Mellon University in den USA, seinen Kollegen schrieb:

„Ich schlage vor, Scherze mit folgender Zeichenkombination zu kennzeichnen: :-) Lesen Sie es seitwärts. Allerdings ist es in Anbetracht der aktuellen Gegebenheiten wahrscheinlich einfacher jene Dinge zu markieren, die KEINE Scherze sind. Verwenden Sie dafür :-(“

Emojis

Im Laufe der Jahre kamen immer mehr aus Schriftzeichen gebildete Gemütszustände hinzu. 1999 erweiterte der Japaner Shigetaka Kurita diese Zeichensprache. Er gilt als Urheber der Emojis, denn er erschuf die ersten der heute gängigen Ideogramme, also Bilder, die für Begriffe wie Freude, Lachen, Weinen, Fluchen etc. stehen.