von: mediamag.at-Redaktion

Zeitreise: Vom Federkiel bis zum Smartpen

Schreibgeräte im Wandel der Zeit

Heutzutage sind manche unserer Stifte schon kleine Computer, aber angefangen hat deren Entwicklung mit Schilf und Feder. Wir zeichnen die wichtigsten Stationen dieses unverzichtbaren Tools über die Jahrhunderte nach.

Smart schreiben mit Smartpen und Tablet.
Foto: Moleskine

Das Mitteilungsbedürfnis der Menschen zeigt sich bereits mit der Höhlenmalerei. Mit dem Beginn der Schreibschrift begann man jedoch, nach sinnvollen Gerätschaften für das Aufzeichnen von Geschichten und Ereignissen zu suchen. Wir haben die drei wichtigsten Stationen dieser Entwicklung festgehalten – vom Federkiel von damals bis zum cleveren Stift von heute.

4. Jahrhundert n. Chr.

Schreiben mit einem Federkiel
Foto: Garsya/iStock

Im vierten Jahrhundert fing man an, angespitzte Vogelfedern anstelle des davor eingesetzten Schilfrohrs als Schreibgerät einzusetzen. Für den sogenannten Federkiel wurde der Mittelsteg von Gänse- oder Rabenfedern in Tinte getaucht. Die erste stählerne Schreibfeder erfand der Aachener Bürgermeister Johannes Janssen im Jahr 1748.

1938

Der Kugelschreiber führt seine eigene Tinte mit
Foto: SimeonDonov/iStock

Obwohl bereits Galileo Galilei eine Skizze von einem Kugelschreiber-Vorläufer anfertigte, gab es die ersten Schreibgeräte, die ihre eigene Tinte mitführten, erst im 19. Jahrhundert. Es war der Ungar Lászlo József Bíró, der in achtzehnjähriger Entwicklungsarbeit die Grundform des heutigen Stifts entwarf.

Das Patent, das er dafür 1938 erteilt bekam, hieß später in den USA „Fountain Pen for Pulpy Ink“. Berühmt wurde die Erfindung allerdings erst mit Marcel Bich, der unter dem Namen „BIC“ Ende der 1950er Schreiber auf den Markt brachte, die nicht mehr kleckerten.

2016

Der Smartpen speichert Geschriebenes auch digital
Foto: Moleskine

Die Smartpens (oder Digipens) sind der Computer in Stiftform. Sie zeichnen alles auf, was Sie aufschreiben und speichern es ab, damit es später an den Rechner übertragen werden kann. Neueste Versionen kombinieren dabei sogar Audio-Dateien mit dem Geschriebenem – ein perfektes Tool für Meetings.