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Zelt-ABC: Das sind die wichtigsten Begriffe

Camping-Ausdrücke kurz erklärt

Von A wie Apside bis W wie Wassersäule: Wir erklären gängige Bezeichnungen rund um Camping und Zelte.

Zelten
Foto: DieterMeyrl/iStock

Wichtig beim Zeltkauf

Sie wollen ein neues Zelt kaufen, verstehen die verwendeten Begriffe aber nicht? Damit Sie die richtige Wahl treffen können, erklären wir die wichtigsten Punkte und Fachbezeichnungen.

Apside(n)

Unter einer Apside versteht man den Zeltvorraum, der von der Schlaf- oder Hauptkabine abgetrennt ist. Sie ist eine praktische Möglichkeit, um Wanderschuhe oder Gepäck unterzubringen und bietet bei Regen Schutz, z. B. auch fürs Kochen. Unser Tipp für alle, die zu zweit ein Zelt nutzen und mehrere Tage wandern: Wählen Sie ein Modell mit zwei Apsiden und zwei Eingängen – so hat jeder seinen eigenen Stauraum.

Camping mit Kindern
Foto: Henglein and Steets/iStock

Blackout

„Blackout“ oder „Nachtschwarz“ nennt man eine im Material integrierte Abdunklung. Das ist für einen erholsamen Schlaf gut, damit man nicht bei den ersten Sonnenstrahlen, der nordischen Mitternachtssonne oder durch Scheinwerfer bzw. Taschenlampen anderer Campinggäste geweckt wird.

Gestänge

Unter Zeltgestänge versteht man die Stangen, die zum Aufstellen des Materials eingesetzt werden. Sie geben dem Zelt seine Form, bestehen meist aus Aluminium oder Carbon und sind mit Gummizügen miteinander verbunden.

Zelt aufbauen
Foto: miljko/iStock

Längslieger vs. Querlieger

Je nachdem, wie man zu den Eingängen liegt, spricht man bei Zelten von einem Längs- oder einem Querlieger. Letztere sind im Einsatz meist etwas komfortabler, da man „in der Mitte der Liegefläche“ ins Zelt einsteigt.

Lüfter/Lüftungsschlitze

Beim Dach oder an den seitlichen Eingängen verfügen die meisten Zeltmodelle über Schlitze für eine gute Durchlüftung. Das ist wichtig, damit sich über Nacht kein Kondenswasser im Zeltinneren ansammeln kann.

Tarp

Tarp ist die Kurzform von Tarpulin. Es bedeutet meist, dass man eine stabile, wetterfeste Plane als Schrägdach anstelle eines vollwertigen Zelts benutzt kann. Oft wird es aber auch als Bezeichnung für einen zusätzlichen Wetterschutz verwendet, der darüber gespannt bzw. darunter gelegt wird.

Camping mit der Familie
Foto: omgimages/iStock

Verschweißte Nähte

Das Zeltmaterial wird – wie bei Kleidung auch – zusammengenäht. Damit an diesen Stellen wenig oder kein Wasser durchdringen kann, werden diese Nähte verschweißt. Das ist wichtig, damit alles gegen Wind und Regen geschützt ist.

Wassersäule

Die sogenannte Wassersäule gibt an, wie viel Millimeter Wasser auf das Material treffen können, bevor Regen und Nässe durchdringen. Ab 3.000 mm gelten Außenzelte als wasserdicht, eine Bodenplane sollte einen höheren Wert aufweisen. Unser Tipp fürs Zelten in gemäßigten Klimaregionen wie Europa: eine Wassersäule von 5.000 mm.

Zeltformen

Kuppelzelte sind die häufigste Zeltform. Sie können rasch ab- und aufgebaut werden und sind mit wenigen Heringen sicher im Boden fixiert.

Tunnelzelte eigenen sich optimal, um trotz z. B. Wetter und Wind eine ruhige Nacht zu haben. Sie können mit ihrer Form so aufgestellt werden, dass sie wenig Windwiderstand bieten, benötigen aber etwas länger beim Aufbau.

Ein Wurf- oder Pop-up-Zelt steht am allerschnellsten, nämlich mit nur einem Wurf. Geodätische Zelte sind besonders stabil, da sich die Gestänge hier oft kreuzen, aber im Aufbau eher aufwendig.

Bus- oder Dachzelte sind für den Einsatz am Bus oder Wohnwagen bzw. auf dem Dach eines Autos gedacht, mit Familienzelt ist meist ein Zelt mit vielen Schlafplätzen gemeint.