von: mediamag.at-Redaktion

Optimaler Heimkino-Genuss

Perfekter Abstand für Klang & Bild

Höhe und Abstand des Fernsehers wirken sich nicht nur auf das Bild, sondern auch auf den Ton aus. Wir haben nützliche Tipps für die beste Positionierung zuhause.

Optimaler Heimkino-Genuss
Foto: franckreporter/iStock

Faustregel

Wie schon zu Zeiten der alten Röhrengeräte gilt auch in der aktuellen Flatscreen-Ära in vielen Fällen: Je größer der Bildschirm, desto weiter musste auch der Sitzabstand für ein gutes Bild sein. Bei einer Full-HD-Auflösung sollte man ungefähr die 1,5-fache Displaydiagonale zwischen sich und den TV bringen.

Neue Regel

Moderne TVs unterstützen nun aber schon seit längerem hohe 4K- oder sogar 8K-Auflösungen. Die daraus resultierende höhere Pixeldichte erlaubt es, den Sitzabstand zu reduzieren. Denn trotz kürzerer Distanz zum TV werden einzelne Bildpunkte nicht sichtbar, die andernfalls ein unschönes Raster bilden würden. Bei diesen Geräten sollten Sie das 0,75-fache der Bildschirmdiagonale entfernt sitzen. Da dies oftmals nur mehr knapp ein Meter ist, empfiehlt sich aus Einrichtungs- und Komfortgründen ein Abstand von ca. 1,5 Meter.

Der Abstand macht den Klang
Bild: iStock / TARIK KIZILKAYA

Soundbars für den besten Klang

Für das optimale Sounderlebnis im Heimkino gilt: Weniger der Abstand, sondern viel mehr die Position des Ausgabegeräts im Raum ist entscheidend. Die flache Bauweise moderner Fernseher hat dazu geführt, dass auch die Lautsprecher immer kleiner geworden sind. Wer immersiven Sound in den eigenen vier Wänden genießen möchte, setzt auf ein Multichannel-Setup bzw. eine moderne Soundbar, die per Kabel oder Bluetooth mit dem Fernseher verbunden wird.

Eine Soundbar bringt Heimkino-Feeling in die eigenen vier Wände.
Bild: Sony

Wand versus Tisch

Soll der Sound dennoch aus dem Fernseher kommen, sollte dieser entweder mit einem passenden Montage-Kit möglichst dicht an einer Wand befestigt oder zentral im Raum auf einem Tisch oder Regal aufgestellt werden. Der Hintergrund: Beim Fernsehen gelangt der Ton auf zwei unterschiedliche Weisen zum Hörer: einerseits auf dem direkten Weg, andererseits werden die Schallwellen von Wänden, Möbeln und anderen Oberflächen reflektiert und umgelenkt. Die dadurch entstehenden Verzögerungen sorgen für tonale Überlagerungen, die den Klang verfälschen. Der Anteil dieser Mischgeräusche am Klang bleibt dann am geringsten, wenn – wie bei der Wandmontage – fast alle Schallwellen reflektiert werden.