Smart Home

Elektronische Freunde im Kinderzimmer

Smart Home: Apps erwecken Spielzeug zum Leben

Smartes Spielzeug begeistert nicht nur die Kleinen. Wer ein geeignetes Smartphone oder Tablet besitzt, hat heute eine große Auswahl an kompatiblen Spielen.

Smarte Kids programmieren selbst
Foto: Lego

Nicht nur das „Internet of Things“ (IoT), auch das „Internet of Toys“ findet immer häufiger seinen Platz im Smart Home. Medienpädagogen appellieren an die Vernunft der Eltern: Wer smartes Spielzeug einsetzt und mit dem Kind gemeinsam auf digitale Entdeckungstour geht, kann die Entwicklung seines Kindes fördern. Wer seinen Nachwuchs mit Roboter & Co. alleine lässt, kann es allerdings leicht überfordern. 

Sprechende Bücher  

Immer früher kommen Kinder heute mit Technik in Berührung. Bei Lernsystemen wie tiptoi für Kinder ab 4 Jahren werden Bücher, Spielfiguren und Puzzles „zum Leben erweckt“. Mit Hilfe eines optischen Sensors erkennen die „magischen Stifte“ unsichtbar gedruckte Codes und spielen über den integrierten Lautsprecher die damit verknüpfte Audiodatei ab. Hat man den Stift einmal gekauft, gibt es unzählige kaufbare Anwendungen von Büchern bis zum Globus. Der Stift verfügt über einen Flash-Speicher und kann via Laptop mit MacOS oder Windows schnell mit Inhalten bespielt werden.

Sprechender Stift
Foto: Ravensburger

Programmieren für Einsteiger

Smartes Spielzeug kann Kindern auch auf spielerische Weise die Grundlagen der Elektronik und Programmierung vermitteln. Spielzeughersteller LEGO etwa ermutigt kleine Technik-Freaks mit der Produktreihe MINDSTORMS dazu, Roboter selbst zu bauen und zu programmieren. Es gibt Bauanleitungen, Programmieraufgaben und kostenlose Programmier- und Steuerung-Apps. Das amerikanische Start-Up LightUp hat innovative Elektrobaukästen im Programm. Mit den magnetischen Komponenten, die zusammengesteckt werden müssen, lassen sich Webcams oder Nachtlichter bauen. Kostenlose Apps helfen beim Bau, und Kinder lernen auf sichere und kindgerechte Art, wie Elektronik funktioniert. 

Elektronisches Haustier

Viel Spaß und keinen Dreck machen elektronische Haustiere von WowWee. Der kleine Elektronik-Dino „Miposaur“ etwa ist mit verschiedenen Sensoren ausgestattet und reagiert auf Bewegungen und Gesten. Er lässt sich aber auch per App steuern. Der „Haustierhalter“ kann „Miposaur“ per Klick füttern, ihn bewegen oder auch zum Tanzen bringen. Die größte Gaudi gibt’s aber mit dem Trackball. Wie ein Hund jagt der prähistorische Freund dem Ball hinter her. „Miposaur“ hat seinen eigenen Charakter, und je mehr man sich mit ihm beschäftigt, desto mehr lernt auch er.

Von Geburt an

Für Juni hat der US-Spielzeughersteller Mattel den Release eines außergewöhnlichen Hubs für Kids angekündigt. „Aristotle by Nabi“ soll über Jahre hinweg zum digitalen Begleiter werden. „Aristotle“ kann Nachtwache schieben: Lieblingslieder zur Beruhigung abspielen, ein smartes Nachtlicht aktivieren oder die Eltern auf deren Smartphones alarmieren. Ist das Kind im Kleinkindalter, soll der Hub – übrigens mit einer weiblichen Stimme ­– sprechen, Geschichten erzählen und Spiele spielen. „Aristotle“ ist selbst ein vernetzter Lautsprecher (Bluetooth und Wifi-Direct) mit mehrfarbiger LED-Anzeige. Zusätzlich lässt sich eine WLAN-Kamera als Hub mit dem Gerät verbinden, um in dieser Kombination eine Objekterkennung zu ermöglichen. Die Eltern können so informiert werden, wenn der Windelbestand zu Ende geht. Per Sprachkommando könnte man dann gleich neue Windeln nachbestellen.

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