Haushalt

Plastikfrei putzen: 3 nachhaltige Tipps

Umweltfreundliche Putz-Utensilien

Beim regelmäßigen Putzen sollte die Nachhaltigkeit einen wichtigen Platz einnehmen. Hier sind ein paar Tipps, wie Sie die Wohnung möglichst umweltverträglich reinigen.

  Lesedauer: 3 Minuten

Tipps, wie Sie möglichst plastikfrei putzen können
Foto: Igishevamaria/iStock

Nachhaltig putzen

Wenn man einer Studie des Ellen MacArthur-Instituts Glauben schenkt, wird in unseren Ozeanen im Jahr 2050 mehr Plastikmüll zu finden sein als Fische. Wer daher im Alltag auf Plastik verzichtet, tut der Umwelt einen guten Dienst. Auch beim Putzen kann man mit ein paar Tricks jede Menge des Verpackungsstoffs einsparen – ohne auf eine saubere Wohnung zu verzichten. Nicht verdrängt werden die „großen Helfer“ wie Staubsauger oder Dampfreiniger. Im Gegenteil, es sind vor allem die kleinen Dinge wie Putzmittelverpackungen oder Putzlappen, die einen großen Unterschied machen. Hier sind ein paar Tipps, wie Sie den Putzalltag nachhaltiger gestalten können.

In einem verpackungsfreien Supermarkt füllt man Putzmittel nach Bedarf ab.
Foto: Space_Cat/iStock

1. Nachfüllbare Produkte wählen

Ein Großteil des beim Putzen anfallenden Plastikmülls geht auf leere Reiniger-Flaschen zurück. Wer hier Plastik sparen möchte, kann sich in sogenannten verpackungsfreien Supermärkten die Reiniger in eigene oder in wiederverwendbare Behälter abfüllen – in genau der Menge, die man gerade braucht. Wer nicht auf handelsübliche Putzmittel verzichten möchte, kann Ausschau nach plastikfreien Verpackungen wie zum Beispiel Glasflaschen oder Kartons halten.

Luffagurke und Naturschwämme helfen beim nachhaltigen Putzen.
Foto: efetova/iStock

2. Reinigungsmittel selbst herstellen

Es muss nicht immer die chemische Keule sein, denn auch Hausmittel leisten beim Frühjahrsputz exzellente Dienste. Um Plastik einzusparen, setzt man am besten auf Essig, Natron und Zitronen – letztere werden schon in der perfekten, natürlichen Verpackung geliefert. Einige Anbieter füllen Natron in Karton, nicht in Plastikbehälter. Darauf sollte man beim Einkauf achten. Essig oder Essigessenz sollte man auf jeden Fall in Glasflaschen kaufen, die wieder recycelt werden können.

Tipps

Natron kann schlechte Gerüche gut neutralisieren. Mit etwas Wasser vermischt, dient es als effektiver Fleckentferner für Bad und Küche.

Wem Essigreiniger zu scharf riecht, der kann die selbst hergestellte Essigessenz zwei Wochen lang mit der Schale einer Orange ziehen lassen.

Orangenschalen spenden herrlichen Duft bei selbstgemachten Reinigern.
Foto: Victor Manuel Mulero Ramirez/iStock

3. Auf Mikrofaser verzichten

Ein großer Anteil des Plastiks, das heute in den Ozeanen zu finden ist, stammt aus Mikrofaser-Textilien. Beim Waschen in der Maschine lösen sich einzelne Fasern aus den Stoffen und werden mit dem Abwasser in Flüsse und Meere transportiert. Was für die Kleidung zutrifft, gilt natürlich auch für Putzlappen. Hier sollte man auf Baumwollstoffe oder natürliche Schwämme (Luffa) setzen. Sogar alte T-Shirts oder Handtücher lassen sich mit wenigen Handgriffen in praktische Staubtücher verwandeln.

Tipp

Wer nicht nur nachhaltig putzen sondern auch waschen möchte, verzichtet auf Weichspüler. Stattdessen kommt Essig (rund 50 ml) in das entsprechende Fach in der Waschmaschine.

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