von: mediamag.at-Redaktion

Trend Vintage-Food: Neue Lust an Gerichten von früher

Essens-Revival aus den 60ern, 70ern und 80ern

Toast Hawaii, Käseigel, Fondue, Falscher Hase, Pastasciutta und Müsli: Das Essen aus den 1960ern und 1970ern kommt wieder auf den Tisch – mit einem modernen Twist.

Vintage-Food kochen.
Foto: Eva-Katalin/iStock

Klassiker auf dem Teller

Natürlich: Für viele schmeckt und duftet nichts so sehr nach den Sonntagen der Kindheit wie das frisch geklopfte und herausgebackene Schnitzel. Aber es gab in den 1960ern, 1970ern und 1980ern auch andere Gerichte, die damals „in“ waren und zwischenzeitlich für einige Jahre von den Speisekarten verschwanden. Jetzt feiern sie ein Comeback, meistens versehen mit einer Prise „Moderne“.

Toast Hawaii.
Foto: Szakaly/iStock

Toast Hawaii

Eine Scheibe Toastbrot mit Schinken, darauf ein „Rad“ Ananas aus der Dose, überbacken mit einer Toastkäsescheibe. Das I-Tüpfelchen als Garnitur: eine rote Cocktailkirsche oder eine Garnele. Modern interpretiert findet das Gericht wieder Platz auf so manch einer Karte, z. B. als Toast mit Schinken, Käse und dazu Ananas-Chutney.

Käseigel.
Foto: Nosyrevy/iStock

Fondue und Käseigel

Gästen einer Dinnerparty wurde früher gerne eine kalte Platte serviert. Im Mittelpunkt: gefüllte Eier (Russische Eier) sowie kleine Spieße mit Käsestücken samt Oliven oder Trauben. Letztere wurden dekorativ in eine umgedrehte, halbe Melone gesteckt, was die kleinen Häppchen als Käseigel bekannt machte.

Fondue.
Foto: oksix/iStock

Bei kleineren Festen gern gegessen: Fondue. Mit Öl, Käse oder Suppe gefüllt, konnten Brot, Gemüse- sowie Fleischstücke direkt am Tisch zubereitet werden. Das gesellschaftliche Essen ist noch heute an Feiertagen wie Silvester beliebt.

Falscher Hase bzw. faschierter Braten

Dieses Gericht gehört zur guten, alten Hausmannskost, die nur noch in wenigen Küchen gekocht und selten im Restaurant angeboten wird. Klassisch wurden in Mitte gekochte Eier eingebettet und mitgegart. Heute wird das Gericht meist ohne diese „versteckte“ Zutat zubereitet.

Falscher Hase.
Foto: Sarsmis/iStock

Damals ganz neu

Pastasciutta kam in Österreich in den 1970ern als modernes Gericht von Welt auf die heimischen Esstische. Es ist eigentlich Pasta Bolognese, und kommt von einer Abwandlung des italienischen Begriffs „Pasta asciutta“, also nach dem Kochen abgetropfter Pasta. Diese wird dann mit verschiedenen Soßen, also „Sugo“, gereicht, zum Beispiel auch Bolognese.

Pastasciutta.
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Auch Müsli hielt als gesunde Alternative zum Marmeladenbrot Einzug auf den Frühstückstischen des Landes. Die selbst gemachten Mischungen ähnelten damals noch eher dem sehr neutral schmeckenden Haferschleim, was heute als Porridge wieder ein Comeback hat. Diesmal mit „an Bord“: Frische Früchte, Kakao oder Nüsse.