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Was ist der „Bokeh“-Effekt?

Kunstvolle Unschärfe in Szene gesetzt

Es gibt Bilder, die ziehen einen richtig in den Bann, zumeist ist das bei Portraits oder bei Nahaufnahmen der Fall. Das liegt an der Unschärfe des Hintergrundes, die weiter entfernte Lichtquellen wie verschwommene Kreise aussehen lässt. Dieser Effekt wird in der Fotografie „Bokeh“ genannt, der Begriff kommt aus dem japanischen und bedeutet „unscharf, verschwommen“.

Motive aus der Natur eignen sich ideal für den „Bokeh“-Effekt, wie zum Beispiel Blüten, Blätter oder Wassertropfen.
Motive aus der Natur eignen sich ideal für den „Bokeh“-Effekt, wie zum Beispiel Blüten, Blätter oder Wassertropfen. Foto: NaokiKim/iStock

Ausrüstung für den „Bokeh“-Effekt

Um einen schöne Unschärfe-Wirkung zu erzeugen, braucht man ein Objektiv mit 50 mm oder 200 mm Brennweite. Mit dem größeren Tele (200 mm) kann man den Hintergrund in die Ferne „schieben“, das kleinere Objektiv eignet sich perfekt für nahe Motive. Wichtig ist, dass sich im Hintergrund eine Lichtquelle wie Straßenlaternen, Lichterketten oder Kerzen befinden, um eine schöne Kreisbildung zu garantieren.

Kamera-Einstellungen

Da dieser Effekt von der Tiefenunschärfe des Motivs lebt, ist eine weit geöffnete Blende wie etwa – f1,4 bis f8 je nach verwendeten Objektiv – empfehlenswert. Um ein klare Wirkung zu erzielen, ist ein ISO-Wert von 100 ideal, höhere Werte führen zu einem starken Bildrauschen. Der Fokus sollte immer auf das Motiv im Vordergrund gerichtet werden, dazu am besten den Autofokus ausschalten und manuell scharf stellen.

Für den „Bokeh“-Effekt benötig man keine Filter, diese Wirkung wird einzig allein durch das Objektiv erzeugt.
Foto: Dragana991/iStock