Wohnen / Ratgeber

Das bedeuten die Energielabels

So sparsam sind Haushaltsgeräte wirklich

von: mediamag.at-Redaktion

Ein geringer Energie- und Wasserverbrauch zählt mittlerweile zu den wichtigsten Kriterien beim Kauf eines neuen Haushaltsgeräts. Seit 20 Jahren gibt das Energielabel Auskunft darüber, wie effizient ein Gerät wirklich ist.

Ob Kühlschrank, Waschmaschine, Geschirrspüler, Staubsauger oder Backofen – für alle wichtigen Haushaltsgeräte ist das leicht wiederzuerkennende Energielabel – auch EU-Label oder Energieetikett genannt – verpflichtend vorgeschrieben. Bereits seit dem Jahr 1996 wird damit die Energieeffizienz bzw. die Umweltverträglichkeit der unterschiedlichen Gerätegruppen ausgewiesen.

So sparsam sind Haushaltsgeräte wirklich.
Foto: tzaglV/iStock

Da die Geräte in den vergangenen zwei Jahrzehnten natürlich viel sparsamer und effizienter geworden sind, musste auch die Kategorisierung auf dem aktuellen Stand gehalten werden. Stand zu Beginn der Buchstabe „A“ für die Bestnote, kamen mit der Zeit für viele Produktfamilien immer bessere Noten hinzu – schließlich waren die jeweils neu vorgestellten Haushaltsgeräte so gut wie immer auch sparsamer als die bisherigen.

Unübersichtliche Kategorien

So konnte es dazu kommen, dass es neben den leicht verständlichen Noten „A“ bis „D“ mittlerweile auch noch „A+“, A++“ sowie die aktuelle Bestnote „A+++“ gelten. Als wäre das noch nicht verwirrend genug, gibt es darüber hinaus auch noch Unterschiede zwischen den Produktfamilien.

Um die Verbraucher besser zu informieren, soll mit der Neuregelung eine für alle Geräte gültige, einheitliche Skala von „A“ bis „G“ geschaffen werden.
Foto: Wirtschaftskammer

Neuer Standard in Arbeit

Grund genug für die EU, das zuletzt 2010 aktualisierte Energielabel endlich zu modernisieren und zu vereinfachen. Um die Verbraucher besser zu informieren, soll mit der Neuregelung eine für alle Geräte gültige, einheitliche Skala von „A“ bis „G“ geschaffen werden. „A“ steht in diesem Fall für besonders sparsame Geräte, „G“ für Energiefresser. Der Haken an der Sache: Vom Zeitpunkt des Inkrafttretens der neuen Regelung – vermutlich ab 2017 – sollen die Hersteller bis zu 21 Monate Zeit bekommen, um ihre Produkte auf die neuen Labels umzustellen. Bis es soweit ist, heißt es also noch eine gewisse Zeit auf die alte Energieskala zu achten.