von: mediamag.at-Redaktion

Heimisches Superfood

Gutes aus der Heimat

Es müssen nicht immer exotische Früchte oder Pseudogetreide von anderen Kontinenten sein: Regionale „Superfood-Helden“ wachsen zuhauf vor der Haustür.

Heidelbeeren, Himbeeren und Berberitzen sind reich an Antioxidantien.
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Regionales „Kraftfutter“

Exoten wie Chia-Samen, Goji-Beeren oder Matcha-Tee haben den Ruf, „Superfood“ zu sein. Diese liefern viel mehr Nährstoffe als übliche Lebensmittel. Dennoch haben sie eine lange Reise aus aller Herren Länder hinter sich. Um Transportwege zu sparen, gibt es auch heimische Wunderwuzzis. Sie sind reich an Mineral- und Ballaststoffen und sorgen dafür, dass unser Körper gesund und fit bleibt.

Unter dem Motto „Sauer macht lustig“ macht sich die Berberitze hervorragend in Marmeladen und Gelees.
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Beeren

Der Berberitzen- oder Sauerdorn-Strauch wächst an lichten Waldrändern und bevorzugt kalkhaltige Böden. Die getrocknete rote Beere ist reich an Vitamin C und Kalium. Sie wirkt reinigend auf den Körper und regt die Leberfunktion an. Mit ihrem feinsäuerlichen Geschmack passt sie sehr gut ins Müsli. In der orientalischen Küche wird sie gerne unter Reisgerichte gemischt. Die Heilpflanze ist, bis auf ihre kleinen länglichen Beeren, giftig. 

Heidelbeeren.
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Himbeeren, Heidelbeeren, Sauerkirschen und schwarzen Johannisbeeren sind die Antwort auf die südamerikanischen Acai-Beeren und die chinesischen Goji-Beeren. Kalorienarm, reich an Proteinen, Kalzium und Vitaminen bringen sie gesunde und köstliche Abwechslung in den Speiseplan.

Immer öfter in Österreich zu finden sind Aronia-Anbaugebiete. Die herb-süße Frucht wirkt mit ihren sekundären Pflanzenstoffen der Zellalterung entgegen. Außerdem ist die zuckerarme Aronia-Beere antibakteriell, antiviral und entzündungshemmend.

Gesunde Fette und Antioxidantien der Leinsamen, sorgen dafür das unser Körper länger jung und vital bleibt.
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Leinsamen & Hirse

Die kleinen braunen Samen des Flachses schmecken leicht nussig und haben einen hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren. Hauptsächlich finden die Leinsamen Verwendung beim Backen oder als Zutat im Müsli. Große Mengen werden zu Leinöl verarbeitet, das sich gut für Salate eignet. Sie sind ballaststoffreich und haben eine positive Wirkung auf die Verdauung. Antioxidantien, Vitamin B, Proteine und Kalium verstärken die Körperfunktionen auf natürliche Weise.

Mit Hirse kann weitgereistes Quinoa ersetzt werden.

Hirse.
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Kürbiskerne & Nüsse

Die ovalen Kürbiskerne schmecken nicht nur als Kürbiskernöl gut. Sie sind auch in ihrer Reinform als kleine Knabberei für zwischendurch bestens geeignet. Wertvolle Inhaltsstoffe, ungesättigte Fettsäuren, Vitamin E und Beta-Carotin helfen bei Prostata- und Blasenleiden. Das Multitalent aus der Steiermark senkt mit seinen Pflanzensteroiden den Bluthochdruck und das Herzinfarktrisiko. Herzhaft oder süß, verarbeitet als Brot oder Gebäck: Das grüne Wunder schmeckt lecker und gibt Power für den Tag.

Hochwertige, ungesättigte Fettsäuren, Kalium, Kalzium, Zink, Eisen und Eiweiß nimmt man mit Walnüssen auf.

Das grüne Gold aus der Steiermark versorgt den Körper mit wertvollen Inhaltsstoffen wie: Eisen, Kalium und Magnesium.
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Grünes Superfood

„Blattgrün“ ist ein Stichwort, das immer wieder in Zusammenhang mit Superfood genannt wird. Darunter fallen z. B. Spinat, Grünkohl, Brokkoli, Weizengras, Löwenzahn, diverse Salate und Brennnesseln. Das darin enthaltene Chlorophyll hilft beim Aufbau neuer Blutzellen, reguliert die Verdauung und fördert die Entgiftung. Grüne Lebensmittel machen sich daher nicht nur auf dem Teller gut, sondern sind auch als Smoothies äußerst schmackhaft und gesund.

Auch im Kräuterbeet bzw. auf der Wiese wächst jede Menge Superfood, wie z. B. Gänseblümchen, Johanniskraut, Schlüsselblume und Bärlauch.