von: mediamag.at-Redaktion

Neue Drohnen-Gesetze 2021 in Österreich

Drohnen-App erleichtert den Einstieg

Um Missverständnissen und Strafen vorzubeugen, sollten sich Drohnen-Piloten mit den neuen Drohnen-Gesetzen in Österreich befassen, die seit Anfang 2021 gelten. Die Austro Control liefert alle Infos auf der Webseite und in der „Drone Space“-App.

Neue Drohnen-Gesetze 2021 in Österreich
Foto: oatawa/iStock

Mehr Durchblick

Die gesetzlichen Grundlagen des Steuerns einer Drohne sind nicht gerade leicht verständlich. Größe und Gewicht des Fluggeräts spielen ebenso eine Rolle wie die Gegend, in der man fliegen möchte. Seit Anfang 2021 gelten in Österreich und dem Rest von Europa neue, einheitlichere Drohnen-Gesetze, die den Luftraum regulieren und das Fliegen mit Drohnen vereinheitlichen sollen.

Was ist neu?

Je nach Gewicht der Drohne, dem eingehaltenen Sicherheitsabstand zu Menschen, der geplanten Flughöhe und der Fluggeschwindigkeit fällt das Gerät in unterschiedliche Kategorien und Klassen und der Pilot muss strengere Anforderungen erfüllen. Zur Erleichterung der Übersicht muss die zutreffende Drohnen-Klasse bereits auf der Verpackung angegeben werden. Der Beipackzettel enthält zudem wichtige Informationen über die zutreffenden Auflagen.

Die neuen Gesetze vereinfachen den Einstieg.
Bild: DJI

Leichter Einstieg

Insgesamt wird es für Einsteiger und Hobby-Piloten einfacher eine Drohne zu steuern. Geräte unter 250 Gramm müssen beispielsweise nur dann registriert werden, wenn sie mit einer Kamera ausgestattet sind. Der Pilot muss vor dem Betrieb auch lediglich die Bedienungsanleitung gelesen haben. Ab 900 Gramm sind eine Registrierung und ein Nummerntaferl sowie das Absolvieren eines Online-Lehrgangs mit abschließendem Multiple-Choice-Test (40 Fragen) Pflicht. Wer Drohnen über 4 kg steuern möchte, muss zudem einen Theorietest in einem behördlich anerkannten Prüfzentrum bestehen.

Drohnen-Gesetze gelten ab sofort in ganz Europa einheitlich.
Bild: DJI

Informieren

Trotz der einheitlichen Regeln ist es wichtig, dass sich Piloten vor der Inbetriebnahme über die „geographischen AUS-Gebiete“ informieren, in denen das Fliegen verboten ist. Betroffen sind vor allem Flughäfen, Naturschutzgebiete oder Gefängnisse. Einen guten Überblick sowie alle wichtigen Informationen finden Interessierte auf der Webseite sowie in der „Drone Space“ für iOS und Android. Wer erst kürzlich ein Fluggerät gekauft hat, freut sich zudem über die speziellen Übergangsregeln, die noch bis Dezember 2022 gelten. 

Die „DJI Phantom“ gilt als Rolls-Royce unter den Drohnen.
Bild: DJI

Funktionsumfang von Drone Space

Neben grundsätzlichen gesetzlichen Informationen gibt „Drone Space“ den Usern standortbezogene Auskunft über die Luftraumstruktur. Die den Angaben zugrunde liegenden Daten basieren auf den offiziellen Luftfahrtkarten der Austro Control. So lässt sich nach Eingabe der Flughöhe und des Radius herausfinden, ob man sich in einer Kontrollzone eines Flughafens oder in einem Flugbeschränkungsgebiet befindet. Nach Anlegen eines kostenlosen Benutzerkontos werden zwei weitere Features freigeschaltet: Über die „Fly-Now-Funktion“ erfährt man, ob sich weitere registrierte Drohnen in der unmittelbaren Umgebung befinden. Zusätzlich können über das „Logbuch“ wichtige Daten (Gerät, Datum, Uhrzeit, Location) automatisch gespeichert werden.