von: mediamag.at-Redaktion

Smarter Schlafen

Per Tracking-App zum Tiefschlaf

Zu viel Kaffee, spätes Essen oder Stress im Job – Gründe für eine schlaflose Nacht gibt es viele. Wie gut, dass es Schlaftracking-Apps gibt. Diese versprechen nicht nur erholsamere Nächte und leichteres Aufstehen, sondern locken mit individuellen Schlummer-Statistiken.

Smarter Schlafen
Foto: andresr_iStock

Kalorienrechner, Schrittzähler, GPS-Routenplaner, Personal Trainer – und nun auch Schlaftracker. In Sachen Fitness und Gesundheit gibt es kaum eine Funktion, für die noch keine Smartphone-App programmiert wurde. Wer sich jemals dabei ertappte, beim Liegestütz machen mit der Nase das Display seines Telefons zu berühren, den überraschen Apps, die unsere Schlafqualität messen, vermutlich längst nicht mehr. Umso spannender sind die unterschiedlichen Konzepte und Methoden auf dem Weg zur perfekten Nacht.

„Sleep Better“ von Runtastic

„Sleep Better“ von Runtastic
Foto: Screenshot Runtastic Sleep Better

Den Entwicklern zufolge ist das Ziel der App, die Schlafeffizienz zu steigern. Die möglichst exakte Aufzeichnung des Schlafverhaltens soll ein Bewusstsein dafür schaffen, wie wichtig guter Schlaf tatsächlich für Gesundheit und Fitness ist. Dazu definiert man zunächst eine Weckzeit. Innerhalb eines 30-Minuten-Zeitfensters erkennt die App dann, wann man sich in einer Leichtschlafphase befindet und der ideale Zeitpunkt fürs Wecken gekommen ist. Das Smartphone muss dazu auf dem Bett neben dem Kopfpolster liegen (gerne auch im Flugmodus), damit der integrierte Bewegungssensor die Bewegungen im Schlaf registrieren und speichern kann. Das tägliche Schlafprotokoll zeigt anhand roter, oranger und grüner Balken, wann und wie lange man wie tief geschlafen hat und wie oft man wach war und ermittelt daraus die Schlafeffizienz.

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Sleep Cycle

Sleep Cycle
Foto: Screenshot Sleep Cycle

Die perfekte Nacht. Was auch immer man persönlich darunter versteht, die App „Sleep Cycle“ will uns zu ebendieser verhelfen. Und zwar durch Aufzeichnung von Wachzustand, Schlaf- und Tiefschlafphasen während der Nacht. Auch diese App nutzt den Bewegungssensors des Smartphone, das deshalb die ganze Nacht lang auf der Matratze liegen sollte. Darüber hinaus bietet Sleep Cycle diverse Hilfsstellung: Auf Wunsch helfen Meeresrauschen, Regen, Herbstblätter und ähnliche Geräusche beim Einschlafen. Vorher will das Programm noch wissen, ob man zu später Stunde noch Kaffee getrunken hat, einen stressigen Tag hatte und Sport getrieben hat. Am Morgen aktiviert die App innerhalb einer selbst gewählten Zeitspanne den Wecker zum optimalen Zeitpunkt.

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Withings Activité Steel

Withings Activité Steel
Foto: Withings

Ein gänzlich anderes Konzept als die reinen Tracking-Apps fürs Smartphone verfolgt die Activité Steel der französischen Marke Withings: Das im direkten Vergleich mit anderen Trainingscomputern sehr elegante Gerät soll das Beste aus Uhr und Fitness-Tracker vereinen: Uhrzeit, zurückgelegte Schritte, das ist alles – zumindest auf dem nur 3,6 Zentimeter durchmessenden Ziffernblatt mit Chrom-Einfassung. Dazu gibt es die App namens „Health Mate“, die anhand der Bewegungen die absolvierte Distanz und verbrannte Energie errechnet. Beim Schlaftracking reicht es, die Uhr am Handgelenk zu belassen. Die Software erkennt zuverlässig, wann man ins Bett geht, wie man einschläft und wie ruhig die Nacht verläuft. Wer sich zum optimalen Zeitpunkt wecken lassen möchte, ohne etwaige Nebenschläfer zu wecken, kann die Uhr einfach am Handgelenk vibrieren lassen.

Jawbone UP3

Jawbone UP3
Foto: Jawbone

Auch reine Aktivitäts-Tracker wie der 29 Gramm leichte Jawbone UP3 bieten clevere Schlafanalyse-Tools: Die Herzfrequenzmessung erfolgt mit Elektroden. Das schont den Akku und bietet den Vorteil, dass das Armband nicht stramm am Handgelenk sitzen muss, was vor allem beim Schlafen angenehm ist. Nachteil: Die klassische Herzfrequenzmessung ist dadurch nicht möglich, lediglich der Ruhepuls wird im Verlauf der Nacht angezeigt. Ein doppelter Fingertipp aktiviert den Tracker, durch langes Halten mit dem Finger wechselt man zwischen Schlaf- und Wachmodus. Danach definiert man einen 30-minütigen Zeitslot, in dem das Armband den Smart Alarm möglichst während einer Leichtschlafphase aktivieren soll.